Botanischer Garten

Sammlungsgewächshaus Hohenheimer Gärten

Erna-Hruschka-Weg 2, 70593 Stuttgart

Highlights

  • Gegründet 1776 als Exotischer Garten, feiert die Anlage 2026 ihr 250-jähriges Jubiläum mit historischen Bäumen aus dem 18. Jh.
  • Das älteste Gewächshaus, das *Eiserne Haus* (1789), ist Teil der frühen Englischen Anlage Herzog Carl Eugens.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität eine ungehinderte Erkundung der Gewächshausanlagen.
  • Die historischen Gewächshäuser bieten Einblicke in die Entwicklung der botanischen Forschung seit dem späten 18. Jahrhundert.
  • Die vegetationsgeschichtliche Abteilung zeigt die natürliche Transformation der Region von einer kargen Steppe zu heutigen Waldökosystemen.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Blumenvielfalt im Hohenheimer Gärten Gewächshaus Stuttgart

Das Sammlungsgewächshaus der Hohenheimer Gärten in Stuttgart zählt zu den bedeutendsten botanischen Schätzen der Region und verbindet historische Tradition mit wissenschaftlicher Vielfalt. Als Teil des ältesten Gartenteils, des Exotischen Gartens oder *Franziskas Dörfle*, wurde es bereits 1776 von Herzog Carl Eugen von Württemberg und seiner Gemahlin Franziska von Hohenheim gegründet. Besonders beeindruckend sind die ältesten Bäume, die noch aus der Zeit der württembergischen Herzöge des späten 18. Jahrhunderts stammen.

Das Sammlungsgewächshaus selbst ist ein architektonisches und botanisches Juwel. Ursprünglich entstand hier 1789 das sogenannte *Eiserne Haus*, ein Vorläufer der heutigen Gewächshausanlage, der Teil der frühen Englischen Landschaftsgestaltung Herzog Carl Eugens war. Im Laufe der Zeit wurden die Strukturen erweitert: 1896 entstand unter der Leitung eines Professors eine erste moderne Gewächshausanlage, die später durch Neubauten am Langen See (ab 1973/74) ergänzt wurde. Die Gewächshäuser dienen heute der Aufzucht und Präsentation exotischer Pflanzen, darunter tropische Arten, Orchideen und seltene Sukkulenten, die sonst in der Region nicht gedeihen würden.

Ein besonderer Fokus liegt auf der vegetationsgeschichtlichen Abteilung, die zwischen 1974 und 1976 entstand und sich über etwa 8,1 Hektar erstreckt. Hier wird die historische Entwicklung der Vegetation nachvollziehbar: Von einer einst kargen Kältesteppe wandelte sich die Landschaft durch klimatische Veränderungen zu den heutigen bewaldeten Arealen. Die Anlage verbindet thus historische Gartengestaltung mit wissenschaftlicher Forschung und bietet Besuchern einen einzigartigen Einblick in die Dynamik von Ökosystemen. Der benachbarte Schlosspark ergänzt das Angebot mit einem kleineren Arboretum, das vor allem nordamerikanische und mitteleuropäische Gehölze präsentiert.

Für Besucher, die mehr über die Hohenheimer Gärten erfahren möchten, werden Führungen durch das Gartenpersonal angeboten – entweder in begrenzter Eigenführung oder mit externen Fachleitern. Die Gärten sind zudem rollstuhlgerecht zugänglich, sodass sie für alle Altersgruppen und Mobilitäten offenstehen. Mit dem 250-jährigen Jubiläum im Jahr 2026 feiern die Hohenheimer Gärten nicht nur ihre historische Bedeutung, sondern auch ihre Rolle als lebendiges Archiv der Pflanzenvielfalt – ein Muss für Naturliebhaber, Botanik-Interessierte und Geschichtsbegeisterte gleichermaßen.

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…