Denkmal/Gedenkstätte

Schwesternsammlung Cannstatt

Marktstraße 71/1, 70372 Stuttgart-Bad Cannstatt

Highlights

  • Das Stadtmuseum Bad Cannstatt zeigt in der historischen Klösterle-Scheuer die lokale Geschichte der ältesten Stadtgegend Stuttgarts.
  • Schwerpunkte sind römische Funde, mittelalterliche Stadtentwicklung und das Leben im 19. und 20. Jahrhundert.
  • Das Museum ist nur im Erdgeschoss rollstuhlgerecht, die Dauerausstellung "Panorama Cannstatt" präsentiert verschiedene Epochen der Stadt.

Tipps

  • Das Stadtmuseum Bad Cannstatt in der Klösterle-Scheuer zeigt lokale Geschichte mit Fokus auf die Steinzeit, Römerzeit und mittelalterliche Stadtentwicklung.
  • Eintritt ist kostenlos; Öffnungszeiten sind Mittwoch 14–16 Uhr, Samstag 14–17 Uhr und Sonntag 12–18 Uhr.
  • Das Museum ist in den Sommermonaten von Ende Mai bis Anfang Juni geschlossen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Schwesternsammlung Cannstatt

Die Schwesternsammlung Cannstatt ist ein kultureller Höhepunkt im Stadtteil Bad Cannstatt der Landeshauptstadt Stuttgart und zählt zu den bedeutenden Denkmälern der Regionalgeschichte. Als Teil des Stadtmuseums Bad Cannstatt präsentiert sie in der historischen Klösterle-Scheuer eine umfassende Dauerausstellung mit dem Titel „Panorama Cannstatt“. Diese widmet sich den vielfältigen Facetten der einst eigenständigen Stadt, die heute Stuttgarts bevölkerksreichster und ältester Stadtteil ist. Die Ausstellung veranschaulicht unter anderem Cannstatts Rolle als Neckarstadt, Königsstadt, Literaturstadt und Heimatstadt – und beleuchtet Themen wie das Badeleben, die frühe Industrialisierung sowie das Leben bedeutender Persönlichkeiten, die mit Cannstatt verbunden sind.

Das Museum selbst ist in einem eindrucksvollen Fachwerkhaus aus dem Mittelalter untergebracht, das als Klösterle gilt und zu den ältesten erhaltenen Wohnhäusern auf Stuttgarter Gemarkung zählt. Ursprünglich 1959 als Bürgerinitiative gegründet, fand das Museum 1988 in das denkmalgeschützte Nebengebäude des Klösterle seinen heutigen Sitz. Die Rettung des Gebäudes in den 1970er Jahren war das Verdienst engagierter Bürger und des Vereins Pro Alt-Cannstatt, die sich gegen den Abriss und für die Erhaltung des kulturellen Erbes einsetzten. Heute beherbergt das Ensemble neben dem Museum auch eine Weinstube und ein Architekturbüro und ist damit ein lebendiges Zeugnis städtischer Geschichte.

Die Dauerausstellung im Obergeschoss des Museums vermittelt einen anschaulichen Einblick in die Entwicklung Cannstatts – von der Besiedlung in der Steinzeit bis hin zur römischen Zeit mit dem Reiterkastell „Auf der Steig“ bis hin zur modernen Stadtgeschichte. Ein detailreiches Stadtmodell zeigt das mittelalterliche Stadtbild, das bis ins 19. Jahrhundert Bestand hatte. Ergänzt wird die Sammlung durch wechselnde Sonderausstellungen, die spezielle Epochen oder Ereignisse aus der Cannstatter Vergangenheit vertiefen. So wird beispielsweise in einer kommenden Ausstellung die aufregende Zeit der 1970er Jahre rekonstruiert – von der ersten Bundesgartenschau bis hin zur Altstadtsanierung.

Die Schwesternsammlung ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein kultureller Anziehungspunkt für Einheimische und Besucher gleichermaßen. Das Museum ist barrierearm zugänglich, bietet regelmäßig Führungen an und ist zudem kostenfrei zugänglich. Mit seinem Fokus auf lokale Geschichte und Identität sowie seiner Verankerung in einem historischen Gebäude ist es ein lebendiges Kulturdenkmal und ein lohnendes Ausflugsziel in Bad Cannstatt.

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