Lapidarium
Highlights
- Das Städtische Lapidarium Stuttgart zeigt über 200 steinerne Zeugnisse der Stadtgeschichte im Park der ehemaligen Villa Ostertag-Siegle.
- Es beherbergt auch die römische Antikensammlung von Carl von Ostertag-Siegle und befindet sich im Stadtteil Stuttgart-Süd.
- Im Winter bietet das Lapidarium abendliche Laternenführungen durch das historische Freilichtmuseum an.
Tipps
- Das Lapidarium in Stuttgart-Süd ist ein Freilichtmuseum mit über 200 steinernen Zeitzeugen aus fünf Jahrhunderten Stadtgeschichte.
- Im Winter bietet das Gelände zauberhafte Laternenführungen, die besonders stimmungsvoll sind und ohne Eintritt besucht werden können.
- Öffentliche Führungen sind samstags und sonntags verfügbar und geben vertiefte Einblicke in die historischen Exponate.
Eigenschaften
Über Lapidarium
Das Städtische Lapidarium in Stuttgart-Süd ist ein außergewöhnliches Freilichtmuseum, das inmitten einer historischen Parkanlage liegt. Es zählt zu den besonderen Kultur-Highlights der Landeshauptstadt und bietet einen faszinierenden Einblick in die lokale Bau- und Kulturgeschichte. Die über 200 Exponate umfassende Sammlung besteht vorwiegend aus steinernen Zeugnissen, die aus fünf Jahrhunderten stammen. Dazu gehören sowohl architektonische Fragmente zerstörter oder abgerissener Gebäude als auch bedeutende Skulpturen, darunter Werke von renommierten Künstlern wie Johann Heinrich Dannecker und Adolf von Hildebrand.
Die Anlage befindet sich im ehemaligen Park der Villa Ostertag-Siegle im Stadtteil Karlshöhe, gelegen im Stadtbezirk Stuttgart-Süd im Landkreis Ludwigsburg. Ursprünglich als Renaissancegarten im Jahr 1905 angelegt, beherbergt der gepflegte Park heute das Lapidarium und lädt mit seinen Terrassen, alten Bäumen und dem Brunnenhof zum Verweilen ein. Die Atmosphäre des Ortes verleiht dem Museum einen besonderen Reiz – sowohl tagsüber als auch bei abendlichen Veranstaltungen oder saisonalen Lichtinstallationen im Winter.
Die Geschichte des Lapidariums reicht bis ins späte 19. Jahrhundert zurück, als im Zuge städtischer Sanierungsmaßnahmen wertvolle Bauteile aus abgerissenen Gebäudeteilen gesammelt wurden. Nachdem das erste Lapidarium während des Zweiten Weltkriegs weitgehend zerstört wurde, entstand 1950 an seinem heutigen Standort eine neue Ausstellung. Initiiert durch Gustav Wais, erhielt die Stadt damals die Parkanlage und richtete das Freilichtmuseum mit über zweihundert Exponaten ein. Zu den bedeutendsten Objekten zählen unter anderem Fragmente des Alten Steinhauses, ein Portal der großen Mühle in Berg sowie die Jaspis-Schale aus dem Besitz der Königin Olga.
Das Lapidarium ist besonders durch seine Vielseitigkeit hervorstechend: Neben der musealen Funktion als „steinernes Bilderbuch“ der Stadtgeschichte dient es als Veranstaltungsort für kulturelle und sportliche Aktivitäten. Regelmäßig finden hier öffentliche Führungen statt, die tiefere Einblicke in die Sammlung ermöglichen. Hinzu kommen kulturelle Programme wie Theateraufführungen, Lesungen, Konzerte und Yoga-Veranstaltungen, die besonders in der warmen Jahreszeit stattfinden. Auch im Winter öffnet das Lapidarium für besondere Erlebnisse – etwa bei Laternenführungen oder dem beliebten Winterlichter-Zauber.