St. Laurentius Kirche
Highlights
- St. Laurentius-Kirche in Süderhastedt ist eine der ältesten Kirchen im Kirchenkreis und wurde erstmals 1140 erwähnt.
- Die Kirche ist nach dem Diakon Laurentius benannt und beherbergt wertvolle historische Kunstwerke wie ein Epitaph aus dem 17. Jahrhundert.
- Vor der Kirche erinnert ein Gedenkstein an Pastor Ewald Dittmann, der 1945 im KZ Kiel-Holtenau ermordet wurde.
Tipps
- Besucher finden in der St. Laurentius Kirche eine historische Atmosphäre mit bemerkenswerten Epitaphien und einem Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert.
- Die Kirche ist Teil der Gemeinde Süderhastedt und erreichbar über den Menüpunkt 'Die Kirche' auf der Website.
- Vor Ort gibt es Informationen über Pastor Ewald Dittmann, der während des NS-Regimes verfolgt wurde und 1945 im KZ ums Leben kam.
Eigenschaften
Über St. Laurentius Kirche
Die St. Laurentius Kirche in Schleswig zählt zu den ältesten Kirchenbauten des Kirchenkreises und ist ein markantes Zeugnis mittelalterlicher Sakralarchitektur in Schleswig-Holstein. Die erste urkundliche Er Erwähnung des Gotteshauses stammt aus dem Jahr 1140. Benannt ist die evangelische Kirche nach dem Diakon Laurentius, einem der frühen christlichen Märtyrer. Das Gebäude verkörpert nicht nur religiöse, sondern auch kulturhistorische Bedeutung und lädt mit seiner architektonischen Substanz und Atmosphäre zur Besinnung und Besichtigung ein.
Ein besonderer geschichtlicher Bezug der St. Laurentius Kirche geht von Pastor Ewald Dittmann aus, der von 1933 bis 1945 Seelsorger der Gemeinde war. Wegen seines Widerstandsstandes gegen das nationalsozialistische Regime wurde er von Gemeindemitgliedern angezeigt und im März 1945 von der Gestapo verhaftet. Er starb kurz darauf im KZ Hassee/Kiel, vermutlich infolge einer Vergiftung. 1958 wurden seine Gebeine auf dem Friedhof in Süderhastedt beigesetzt. Sein Andenken wird nicht nur durch einen Gedenkstein vor der Kirche lebendig, sondern auch durch detaillierte Berichte auf der Gemeindeseite.
Die Kirche beherbergt eine Reihe bemerkenswerter Kunst- und Kulturgüter. Dazu zählt ein Epitaph aus dem 17. Jahrhundert, das den auferstandenen Christus über Pastor Sommer und dessen Familie zeigt. Ein kleines Kruzifix aus dem 13. Jahrhundert, das früher als Prozessionskreuz verwendet wurde, unterstreicht die alte Tradition des Ortes. Die ursprünglich im 19. Jahrhundert erbauten Orgel sowie wechselnde Sakralausstattungen wie Krippen oder Weihnachtsschmuck verleihen dem Innenraum eine lebendige und feierliche Note. Die Sakralbauten und ihre Ausstattung spiegeln die religiöse Kontinuität und künstlerische Entwicklung über die Jahrhunderte wider.
Besucher berichten von einer tiefen Ruhe und einer fast greifbaren Verbindung zur Vergangenheit innerhalb der Kirchenmauern. Die St. Laurentius Kirche wird dabei nicht nur als Ort des Glaubens, sondern auch als geschichtsträchtiger Raum der Erinnerung und Besinnung wahrgenommen. Familienforschende fanden hier Anknüpfungspunkte an ihre Ahnen, während andere Besucher einfach dem Reiz des historischen Ambientes folgten. Die Kirche steht offen für alle, die sich für sakrale Architektur, Regionalgeschichte oder die Spuren des 20. Jahrhunderts interessieren.