Kirche/Kloster

Kirche

Hauptstraße 50, 49659 Sulzfeld

Highlights

  • Die evangelische Kirche in Sulzfeld wurde 1886 im neu-romanischen Stil erbaut und ersetzte eine romanische Marienkirche aus dem 12. Jahrhundert.
  • Das Geläut umfasst vier Glocken: eine von 1808 und drei historische Glocken aus 1949, teilweise kunsthistorisch bedeutend.
  • Kunstwerke wie das 1757 gestiftete Kruzifix und Empore-Bilder stammen von Wilhelmine Friederike Horneck von Hornberg.

Tipps

  • Die evangelische Kirche in Sulzfeld zeigt Elemente des neu-romanischen Baustils, der sich durch klare Linien und eine harmonische Raumgestaltung auszeichnet.
  • Auf dem Kirchhof befinden sich historische Grabdenkmäler aus dem 19. Jahrhundert, die als Beispiele des Historismus gelten und die lokale Geschichte widerspiegeln.
  • Kunsthistorisch bedeutsame Werke wie das Kruzifix über der Kanzel und die Empore-Bilder stammen aus dem Jahr 1757 und wurden von einer lokalen Adelsfamilie gestiftet.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kirche Sulzfeld – Sakrale Kultur erleben

Die evangelische Kirche in Sulzfeld ist ein historisch bedeutsames Bauwerk, das tief in der Ortsgeschichte verwurzelt ist. Ihre Ursprünge reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als inmitten eines Wasserschlosses der Herren von Sulzfeld – damals noch als „von Ravensburg“ bekannt – eine der Heiligen Maria geweihte Kirche stand. Diese romanische Kirche wurde jedoch im Jahr 1441 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, der der heiligen Gertrud geweiht war. Der Chor dieses gotischen Gebäudes existiert bis heute als Sakristei der heutigen Kirche, die 1886 im neu-romanischen Stil errichtet wurde.

Der Neubau der Kirche im 19. Jahrhundert integrierte Elemente der Vorgängerbauten, darunter kunsthistorisch wertvolle Glocken. Eine von ihnen stammt aus dem Jahr 1808 und wurde von Lukas Speck in Heidelberg gegossen, während drei weitere Glocken 1949 von den Gebrüdern Bachert in Kochendorf gefertigt wurden. Besonders bemerkenswert sind die künstlerischen Schätze der Kirche: Ein Kruzifix über der Kanzel sowie Bilder von Christus und seinen Jüngern an der Empore wurden 1757 von Wilhelmine Friederike Horneck von Hornberg gestiftet. Diese Adlige, die 1709 geboren und 1786 verstorben war, prägte mit ihrer Stiftung nachhaltig das Erscheinungsbild des Gotteshauses.

Das umliegende Gräberfeld südlich der Kirche beherbergt Grabdenkmale vor allem aus der Zeit des Historismus, die von der historischen Bedeutung Sulzfelds zeugen. Die Kirche selbst ist nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein lebendiges kulturelles Zentrum. Die Kirchengemeinde fördert seit Jahren die Vermittlung von Geschichte und Kunst, etwa durch spezielle Kinderkirchenführungen, die von den Jüngsten selbst gestaltet werden. Diese Angebote machen die Kirche zu einem Ort der Begegnung für alle Altersgruppen und Interessierten.

Mit einem Google-Rating von 4,6 Sternen aus über 20 Bewertungen gilt die evangelische Kirche in Sulzfeld als beliebter Ausflugsort für Kultur- und Geschichtsinteressierte. Ihr architektonischer Reichtum, die Verbindung von romanischen und gotischen Elementen sowie die künstlerischen Schätze machen sie zu einem einzigartigen Zeugnis regionaler Frömmigkeit und Kunst. Wer sich für die Geschichte des Ortes oder die sakrale Baukunst des 19. Jahrhunderts begeistert, findet hier einen faszinierenden Einblick in die Vergangenheit Sulzfelds.

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