Kirche/Kloster

St. Stephanskirche

Pfarrbereich, Pfarrhof 6, 39590 Tangermünde

Highlights

  • St. Stephanskirche in Tangermünde ist ein herausragendes Denkmal der norddeutschen Backsteingotik.
  • Der Bau der dreischiffigen Hallenkirche erfolgte in mehreren Phasen ab dem späten Mittelalter.
  • Der Nordturm ist mit 87,5 Metern der höchste Kirchturm der Altmark.

Tipps

  • Eintritt möglich, Kirche ist regelmäßig geöffnet und gepflegt.
  • Orgel und Altar sind sehenswert, Besuch lohnt sich besonders für Kunstinteressierte.
  • Stadtführung inklusive Kirchenbesuch wird empfohlen, um historische Details zu erfahren.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kulturpur im Altstadtzentrum: St. Stephanskirche in Tangermünde entdecken

Die evangelische St. Stephanskirche in Tangermünde zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten der norddeutschen Backsteingotik und gilt als Denkmal von europäischem Rang. Die heutige Kirche steht an der Stelle einer romanischen Backsteinbasilika, deren Grundriss maßgeblich die spätere Bauausrichtung prägte. Teile des romanischen Vorgängerbaus, darunter zwei Fenster an der Nordseite des Langhauses sowie sichtbare Mauerreste, sind bis heute in das gotische Bauwerk integriert. Der Neubau der Kirche entstand in mehreren Bauabschnitten des späten Mittelalters. In einem frühen Abschnitt wurden die nördliche und südliche Langhauswand errichtet, gefolgt durch den Dachstuhl- und Gewölbebau. Auffällig sind die achteckigen, profilierten Pfeiler, die das Innere der dreischiffigen Hallenkirche prägen. Der Südturm blieb unvollendet, während der nördliche Turm später im barocken Stil mit einer charakteristischen Haube versehen wurde – nachdem er bei einem Stadtbrand beschädigt worden war. Ein weiterer wichtiger Bauabschnitt folgte mit dem Neubau des Chores. Dabei wurden zunächst die Außenmauern des Chorumgangs und die Querhausflügel errichtet, ehe der alte Chor abgetragen wurde. Die im Inneren des Chors stehenden Pfeiler mit ihren vorgeblendeten Diensten tragen ein kräftig profiliertes Gewölbe. Das Chordach erhielt seine endgültige Form in einem späteren Bauabschnitt. Diese Bauabschnitte machen die Kirche zu einem eindrucksvollen Beispiel für die Entwicklung der norddeutschen Backsteingotik über mehrere Jahrhunderte hinweg. Historisch eng verknüpft mit der Kirche ist Kaiser Karl IV., der für eine Zeit in Tangermünde residierte. Obwohl er ein Augustinerchorherrenstift auf der Burg gründete und diesem die Kirche als Einnahmequelle übertrug, wird heute bezweifelt, dass er tatsächlich den Neubau der Kirche initiierte. Dennoch prägte seine Zeit in der Stadt das kirchliche und städtebauliche Leben nachhaltig. Die St. Stephanskirche ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch ein kulturhistorischer Anker in Tangermünde. Sie lädt dazu ein, die Besucher in eine Zeit zu entführen, in der Backsteinbaukunst und gläubige Hingabe zu monumentalen Werken führten. Die Kirche ist jährlich über einen bestimmten Zeitraum für Besucher geöffnet und steht als Zeugnis mittelalterlicher Baukunst jedem interessierten Besucher offen.

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Häufige Fragen zu St. Stephanskirche

Welcher Baustil prägt die St. Stephanskirche in Tangermünde?
Die St. Stephanskirche ist im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichtet. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde der Neubau der heutigen St. Stephanskirche begonnen?
Der Neubau erfolgte ab dem späten Mittelalter, zunächst mit dem Bau der nördlichen und südlichen Langhauswand nach 1350. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Gibt es romanische Bauteile in der heutigen St. Stephanskirche?
Ja, Teile des romanischen Vorgängerbaus, wie zwei Fenster an der Nordseite und Mauerreste, sind in den heutigen Bau einbezogen. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia