Denkmal/Gedenkstätte

Türmersturm

Schloßpl. 4, 97941 Tauberbischofsheim

Highlights

  • Der Türmersturm ist ein ehemaliger Bergfried aus dem 13. Jahrhundert und heute ein Wahrzeichen von Tauberbischofsheim.
  • Er steht am Schlossplatz beim Kurmainzischen Schloss und war Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung.
  • Der Turm ist 37 Meter hoch, hat dicken Mauern und ist seit 2026 aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Tipps

  • Der Türmersturm am Schlossplatz ist ein ehemaliger Bergfried aus dem 13. Jahrhundert und heute ein Wahrzeichen von Tauberbischofsheim.
  • Der Turm steht zentral am Kurmainzischen Schloss und prägt das Stadtbild – zusammen mit der Stadtkirche St. Martin.
  • Aktuell ist der Türmersturm aus Sicherheitsgründen gesperrt; Besucher sollten vor Ort nach Alternativen erkundigen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Türmersturm

Der Türmersturm in Tauberbischofsheim ist ein ehemaliger Bergfried und Begleitturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung, der im 13. Jahrhundert als Wehrturm errichtet wurde. Heute zählt er zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern der Stadt im Main-Tauber-Kreis und prägt maßgeblich das Stadtbild. Zusammen mit dem Turm der Stadtkirche St. Martin bildet er eines der bekanntesten Wahrzeichen von Tauberbischofsheim. Der rund 37 Meter hohe Rundturm steht am Schloßplatz beim Kurmainzischen Schloss und ragt mit einer Außenmauermächtigkeit von zwei Metern sowie einem kreisrunden Grundriss von etwa neun Metern Durchmesser eindrucksvoll in den Himmel.

Historisch gesehen war der Türmersturm Teil einer mittelalterlichen Stadtburg und diente der Beobachtung und Verteidigung der damaligen Siedlung. Im Zuge des Umbaus zur Residenzstadt im 16. Jahrhundert wurde die Burg durch das Kurmainzische Schloss ersetzt, doch der Bergfried blieb erhalten. Während der Neuzeit verschwanden große Teile der Stadtmauer, und nur wenige Türme, darunter der Türmersturm und der Hungerturm am Mühlkanal, überdauerten. Ein entscheidender Moment in der Geschichte des Turms war das Jahr 1848, als der Tauberbischofsheimer Schreiner Josef Zugelder dessen Abriss verhinderte. Ihm zu Ehren trägt eine Gasse in der Stadt den Namen „Struwepfad“.

Der Türmersturm ist nicht nur architektonisch bemerkenswert, sondern auch kulturell bedeutsam. Seit den späten 1970er Jahren erklingt alljährlich von April bis Oktober freitags um 21 Uhr das „Abendlied vom Türmersturm“, gespielt von Musikern der Stadt- und Feuerwehrkapelle. Diese Tradition zieht viele Besucher an und verleiht dem Turm eine besondere Atmosphäre. Bis zur Sicherheitssperrung im Jahr 2026 konnten Interessierte bei geführten Stadtrundgängen den Turm besteigen und einen beeindruckenden Blick über Tauberbischofsheim und das Taubertal genießen. Derzeit ist der Türmersturm aufgrund struktureller Mängel für Besucher nicht zugänglich, eine Wiederöffnung ist nicht absehbar.

Als geschütztes Denkmal nach dem baden-württembergischen Denkmalschutzgesetz steht der Türmersturm unter besonderem Schutz. Er war über Jahrzehnte auch Teil des Logos der ehemaligen Tauberbischofsheimer Zipf-Bräu und hat somit auch eine regionale Identifikationsfunktion. Ein Modell der Stadt aus dem 18. Jahrhundert, das den Türmersturm in seiner ursprünglichen Umgebung zeigt, ist seit 2003 im Tauberfränkischen Landschaftsmuseum zu sehen. Mit seiner markanten Erscheinung und seiner tiefen Verwurzelung in der Stadtgeschichte bleibt der Türmersturm ein zentraler Bestandteil des kulturellen Erbes von Tauberbischofsheim.

Bewertungen

4,4 (6) 4.4 aus 6 Bewertungen (Google)

Auf Google

4,4 (6) 4.4 · 6 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…