Maria Verkündigung
Highlights
- Die Pfarrkirche Tegernheim zeigt romanische Fundamente aus dem 9./10. Jh. und einen Wehrturm gegen Ungarn.
- Spätgotische Fresken wurden 1972 bei Renovierungen entdeckt; 1975 folgte der Volksaltar, 1979 eine neue Orgel.
- 17./18. Jh. barockisierte man die Kirche – nur das gotische Nordportal blieb erhalten.
Tipps
- Die Orgel der Firma Kloss aus dem Jahr 1979 wurde später von Schädler überarbeitet und ergänzt die historische Akustik der Kirche mit moderner Spieltechnik.
Eigenschaften
Kultur & Sakral in Tegernheim: Maria Verkündigung
Die Pfarrkirche Maria Verkündigung in Tegernheim ist ein historisch bedeutsames Sakralbauwerk, das tief in der regionalen Geschichte verwurzelt ist. Der Ort Tegernheim selbst wird bereits im Jahr 901 in einer Urkunde des Regensburger Abtbischofs Tuto erwähnt, was auf eine frühe Besiedlung und kirchliche Prägung hindeutet. Der heutige Turm der Pfarrkirche könnte sogar aus dieser Zeit stammen und diente möglicherweise als Wehrbau gegen die Bedrohungen durch die Ungarn.
Das romanische Langhaus der Kirche, dessen Fundamente noch heute rekonstruiert werden können, reichte ursprünglich bis zum heutigen Querhaus. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Anlage mehrfach erweitert und umgestaltet. Besonders prägend war die spätgotische Erweiterung des Kirchenschiffs auf eine Breite von elf Metern und eine Länge von achtzehn Metern. Bei einer Innenrenovierung im Jahr 1972 entdeckte man, dass die gotische Kirche mit Fresken verziert war – ein Zeugnis der künstlerischen und religiösen Traditionen vergangener Epochen.
Im 17. Jahrhundert erfolgte eine barocke Umgestaltung der Kirche, die dem Bau ein neues Gesicht verlieh. Dennoch blieb das Nordportal in seiner gotischen Form erhalten, als sichtbares Relikt der mittelalterlichen Bauphase. Die moderne Zeit brachte weitere wichtige Ergänzungen: 1975 wurde ein Volksaltar angeschafft, 1979 eine neue Orgel der Firma Kloss eingeweiht, die später von der Firma Schädler überarbeitet wurde. 1995 folgte die Neufassung und Neuanbringung des Kreuzweges, der die spirituelle Verbindung der Gemeinde mit den Stationen des Leidenswegs Christi stärkt.
Mit einer Google-Bewertung von 4,6 Sternen aus über zwanzig Bewertungen gilt die Pfarrgemeinde als ein lebendiger Ort des Glaubens und der Gemeinschaft. Die Kirche verbindet so auf einzigartige Weise historische Schichten mit zeitgemäßer Frömmigkeit – ein Ort, der sowohl für die Einheimischen als auch für Besucher eine Bereicherung darstellt. Die Nähe zu Regensburg und dem Dekanat Donaustauf unterstreicht zudem die vernetzte kirchliche Tradition der Region.