Kirchstieg
Tipps
- Die Stabkirche Stiege ist ein einzigartiges Kulturgut im norwegischen Drachenstil und liegt direkt am Dorfrand nahe dem Bahnhof.
- Besucher finden einen kleinen Parkplatz neben der Kirche, die von außen gut einzusehen ist.
- Für Innenschau sind individuelle Besichtigungstermine per Telefon oder E-Mail erforderlich.
Eigenschaften
Über Kirchstieg
Die Stabkirche am Kirchstieg in Oberharz am Brocken-Stiege ist ein außergewöhnliches Kulturdenkmal und ein beeindruckendes Beispiel für den norwegischen Drachenstil in der Holzbaukunst. Ursprünglich 1905 im Rahmen einer TBC- und Lungenheilstätte errichtet, stand das Sakralgebäude jahrzehntelang leer und wurde immer wieder Opfer von Vandalismus. Dank des Engagements des „Stabkirche Stiege e.V.“ und zahlreicher Unterstützer wurde das Gebäude 2021 an seinen heutigen Standort nahe des Ortsausgangs nach Nordhausen verlegt und im Jahr 2022 feierlich eingeweiht.
Die Kirche ist ein Unikat in Deutschland – nur zwei weitere Bauwerke im Bundesgebiet folgen demselben architektonischen Vorbild. Mit ihren charakteristischen Drachenköpfen am First und im Innenraum sowie der filigranen Holzkonstruktion zählt sie heute zu den kulturellen Highlights der Region. Obwohl es sich um eine Privatkirche handelt, die keiner Kirchengemeinde angehört, wird sie gezielt als Begegnungszentrum und Eventlocation genutzt. Konzerte, Lesungen, Workshops und Hochzeiten finden hier ebenso statt wie regionale Veranstaltungen wie das jährliche Sommerfest oder die Hubertusmesse.
Die Stabkirche ist öffentlich zugänglich, wobei individuelle Besichtigungen nach vorheriger Absprache möglich sind. Regelmäßige Öffnungszeiten bieten Besuchern die Gelegenheit, das besondere Bauwerk von innen zu erleben. Für den Besuch ist ein Parkplatz direkt am Bahnhof der Harzer Schmalspurbahn vorhanden, von dem aus man zu Fuß zum Kirchstieg gelangt. Auch Stempelsammler der Harzer Wandernadel können die Kirche besuchen, da sie über einen entsprechenden Stempel verfügt.
Das Gebäude symbolisiert nicht nur handwerkliche Meisterschaft, sondern auch den Zusammenhalt der Region. Die aufwendige Rettung und der Neubeginn am aktuellen Standort zeigen, wie wichtig dieses Kulturgut für die Menschen vor Ort ist. Dennoch ist die Restaurierung noch nicht vollständig abgeschlossen – der Verein sucht weiterhin Unterstützung, um dieses einzigartige Erbe langfristig zu erhalten und für zukünftige Generationen zu sichern.