Sanctissima Eucharistia
Highlights
- 1923: Otto Hoffmann wurde erster katholischer Seelsorger für Teltow nach 350-jähriger Unterbrechung der Gemeindearbeit.
- 1927/28: Das Pfarrhaus in Teltow entstand als Zentrum der neu gegründeten Gemeinde Sanctissima Eucharistia.
- 2020–2023: Die Pfarrei organisierte internationale Ausstellungen zu Carlo Acutis und aramäischen Christen im Tur Abdin.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Zutritt zur Kirche und zu den Gemeinschaftsräumen.
- Die historische Architektur der Sanctissima Eucharistia spiegelt die Entwicklung der katholischen Gemeinde seit der Neugründung im frühen 20. Jahrhundert wider.
- In den Pfarrsälen finden regelmäßig thematische Ausstellungen statt, die aktuelle und historische Aspekte des christlichen Glaubens aufzeigen.
Eigenschaften
Sakrale Kunst in Teltow: Sanctissima Eucharistia
Die Katholische Pfarrkirche Sanctissima Eucharistia in Teltow ist ein bedeutendes sakrales Zentrum im brandenburgischen Raum und ein Symbol für den katholischen Glauben in der Region. Nach einer fast dreihundertjährigen Unterbrechung entstand hier nach der Gemeindefusion 2003 eine neue katholische Gemeinde, die sich zunächst auf die Orte Teltow, Stahnsdorf, Kleinmachnow und Großbeeren erstreckte. Die Geschichte der Gemeinde beginnt mit dem ersten eigenen katholischen Seelsorger, Pfarrer Otto Hoffmann, der bereits 1923 für die Region tätig war und den Grundstein für das geistliche Leben legte.
Ein zentraler Meilenstein war der Bau des Pfarrhauses in Teltow, das in den 1920er-Jahren errichtet wurde und bis heute als Herz der Gemeinde dient. Die Zeit des Zweiten Weltkriegs prägte die Region ebenfalls – trotz der Herausforderungen blieb die katholische Tradition lebendig, etwa durch die Einweihung des Denkmals für den Prälaten Beyer auf dem Matthias-Friedhof in Berlin, das 1941 stattfand. Diese Phase markiert den Neubeginn einer katholischen Präsenz, die sich nach der Wende und der Wiedervereinigung weiterentwickelte.
Die Pfarrgemeinde Sanctissima Eucharistia ist nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein kultureller Brennpunkt. Besonders bekannt wurde die Gemeinde durch ihre Ausstellungen, die weltweit Beachtung fanden. Eine dieser Ausstellungen widmete sich dem Tur Abdin, dem aramäischen Hochland in der Südosttürkei, einem der ältesten Siedlungsgebiete der christlichen Aramäer. Initiiert von Dr. Selva Can, einer aramäischen Dolmetscherin, wurde die Präsentation in Teltow mit großer Resonanz begleitet und zeigte die Verbindung der Gemeinde zu globalen christlichen Traditionen.
Ein weiteres Highlight ist die Ausstellung über den seligen Carlo Acutis, den „Apostel des Internets“, deren Materialien Carlo Acutis selbst zusammengestellt hatte. Diese Ausstellung wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und weltweit gezeigt – in Deutschland etwa mit Erfolg in Köln und München. Die Gemeinde nutzt solche Veranstaltungen, um junge und ältere Gläubige alike für Themen wie digitale Spiritualität und interkulturellen Austausch zu begeistern. Wallfahrten, wie die nach Liegnitz, unterstreichen zudem die lebendige Verbundenheit mit anderen katholischen Gemeinschaften.
Die Sanctissima Eucharistia in Teltow steht somit für eine einzigartige Synthese aus regionaler Geschichte, sakraler Tradition und moderner Ausrichtung. Als Teil der Diözese Berlin trägt sie dazu bei, das katholische Erbe in der Mark Brandenburg lebendig zu halten – sei es durch Gottesdienste, kulturelle Projekte oder den Dialog mit anderen christlichen Gemeinden. Die Kirche ist damit nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein Ort der Begegnung und des Austauschs.