Galerie

KIM-Uckermark

Kreuzkruger Str. 27b, 17268 Templin

Highlights

  • KIM Uckermark in Templin zeigt aktuelle Ausstellungen wie ‚Berührungspunkte‘ (2024) mit Werken von Jessica Backhaus, Isabelle Borges und Lisa Tiemann.
  • Die Galerie präsentiert interdisziplinäre Projekte wie ‚lff‘ (2024) mit Fotografien von Barbara Wolff, Skulpturen von Jan Muche und Arbeiten von Zora Janković.
  • Gegründet 1989 als KIM – Kunst im Mittelholz – verbindet der Ort Kunst mit regionaler Geschichte und Natur durch konzeptuelle Ausstellungen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Galerie KIM-Uckermark in Templin entdecken

Das KIM-Uckermark in Templin ist eine lebendige Kunstgalerie, die sich als Ort der Begegnung mit zeitgenössischer Kunst etabliert hat. Gegründet aus der Leidenschaft für Kunst und Natur von Julie Buchardi und Udo Glaß, verbindet das KIM-Uckermark regionale und internationale künstlerische Perspektiven in einer einzigartigen Ausstellungspraxis. Der Name „KIM“ steht dabei für „Kunst im Mittelholf in Herzfelde“, einem historischen Bezugspunkt in der Uckermark, der bis heute die künstlerische Identität des Ortes prägt.

Die Ausstellungen im KIM-Uckermark spiegeln eine vielfältige Bandbreite künstlerischer Ansätze wider. So präsentierte die Galerie jüngst Werke von Jessica Backhaus, Isabelle Borges und Lisa Tiemann unter dem Titel „Berührungspunkte“, die sich mit den Schnittstellen zwischen Kunst, Gesellschaft und persönlicher Erfahrung auseinandersetzen. Besonders die brasilianische Prägung Backhaus’ – etwa durch den Neokonkretismus – sowie die experimentellen Zugänge der anderen Künstlerinnen zeigen, wie global und lokal inspiriert die Ausstellungen sind. Auch die aktuelle Serie „Licht“ von Backhaus unterstreicht die Bedeutung von Licht als gestalterischem Element in der zeitgenössischen Kunst.

Ein weiteres Highlight war die Ausstellung „Stand der Dinge“ mit Werken von Friederike von Rauch, Sabine Hornig und Julian Rosefeldt. Besonders Hornigs Installation „Durchreiche“ – ein architektonisches Relikt aus LPG-Zeiten – wird hier zum Ausgangspunkt einer raumgreifenden Metallkonstruktion. Die asymmetrische Struktur lädt zum Nachdenken über Grenzen, Schutz und Ausgrenzung ein und zeigt, wie Kunst historische Räume neu interpretiert. Solche Arbeiten verbinden regionale Geschichte mit zeitgenössischen Fragen und schaffen so eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Die jüngste Ausstellung „lff“ vereint die Werke der Fotografin Barbara Wolff, des Malers und Bildhauers Jan Muche und der Bildhauerin und Fotografin Zora Janković. Wolffs fotografische Arbeiten, die seit den 1980er-Jahren entstehen, zeichnen sich durch eine ungewöhnliche Perspektive auf Alltägliches aus – etwa durch die Bearbeitung von Ruinen oder die Betonung von Brüchen im Material. Ihre Werke wurden international, unter anderem in Frankreich, gezeigt und unterstreichen die internationale Strahlkraft der Galerie. Muche und Janković ergänzen das Programm mit skulpturalen und fotografischen Arbeiten, die ebenfalls zwischen Dokumentation und künstlerischer Transformation oszillieren.

Das KIM-Uckermark ist damit nicht nur eine Galerie, sondern ein Ort der Reflexion, an dem Kunst als Medium für gesellschaftliche Diskurse dient. Durch die gezielte Auswahl international renommierter Künstlerinnen und Künstler sowie die Verbindung zu regionalen Bezügen schafft es eine einzigartige Atmosphäre, die Besucher:innen zum Verweilen und Nachdenken einlädt. Ob durch Lichtspiele, historische Installationen oder fotografische Perspektiven – das KIM-Uckermark beweist, dass Kunst in Templin lebendig und vielfältig bleibt.

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