Haus Peters - Historischer Kaufmannsladen von 1820 - Förderverein Haus Peters e.V.
Highlights
- Historischer Kaufmannsladen von 1820 mit originaler Ladeneinrichtung und Jugendstil-Schaufenster aus dem 20. Jahrhundert.
- Barrierefreies Museum mit rollstuhlgerechtem Zugang, Parkplatz, WC und Höranlage – kombiniert Kultur, Galerie und Verkaufsraum.
- Kulturhistorisches Baudenkmal seit 1765: Zeugnis von dörflischem Leben, Landhökerei und regionalem Warenhandel mit Sonderausstellungen.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt ins Erdgeschoss.
- Parkmöglichkeiten in der Nähe sind kostenlos und mit rollstuhlgerechten Stellplätzen ausgestattet.
- Induktive Höranlagen stehen zur Verfügung, um Ausstellungen für hörgeschädigte Gäste besser zugänglich zu machen.
Eigenschaften
Historischer Kaufmannsladen Tetenbüll
Das Haus Peters in Tetenbüll ist ein faszinierendes Zeugnis der regionalen Kultur- und Wirtschaftsgeschichte, das seit 1820 als historischer Kaufmannsladen erhalten ist. Das Gebäude, ursprünglich 1765 nach einem Brand als Wohn- und Werkstattgebäude des Schneiders Tobias Peters errichtet, wurde später von sechs Generationen der Familie Peters bewohnt und genutzt. Heute steht es unter Denkmalschutz und beherbergt ein lebendiges Museum, das durch eine einzigartige Verbindung von Ausstellungsraum, Galerie und Verkaufsfläche besticht. Besonders beeindruckend ist der originalgetreu restaurierte Laderaum mit seiner authentischen Ausstattung aus dem 19. Jahrhundert, der Einblicke in den Warenhandel und die Landhökerei der damaligen Zeit gewährt.
Ein Highlight des Hauses ist das Horst-Janssen-Kabinett in der Giebelstube, das Exponate des berühmten Grafikers Horst Janssen präsentiert. Die „Eiderland-Mappe“ und Werke aus dem „Janssenhof“ zeigen die künstlerische Verbindung des Künstlers zur Region. Ergänzt wird das Angebot durch wechselnde Sonderausstellungen, die regionale Künstler:innen sowie kulturgeschichtliche Themen aufgreifen – von historischen Druckgrafiken bis zu zeitgenössischen Werken. Das Museum lebt nicht nur von seiner historischen Substanz, sondern auch von einem aktiven Kulturprogramm, das durch den Förderverein Haus Peters e.V. seit 1991 gepflegt wird.
Der Garten des Hauses Peters ist ein weiterer Anziehungspunkt und wurde 1995 als Nutzgarten nach historischem Vorbild angelegt. Er vereint traditionelle Rosensorten, Wildrosen und Begleitpflanzen, die ganzjährig mit Blüten, Blättern und Früchten beeindrucken. Der Garten dient nicht nur der Erholung, sondern auch als lebendiges Lehrbeispiel für historische Gartengestaltung und nachhaltige Landwirtschaft. Besucher:innen können hier mehr über historische Rosenzüchtungen und insektenfreundliche Pflanzenarrangements erfahren – ein idealer Ort für Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte gleichermaßen.
Das Haus Peters setzt auf barrierefreie Zugänglichkeit und bietet rollstuhlgerechte Wege, Sitzgelegenheiten sowie ein rollstuhlgerechtes WC. Führungen sind nach Vereinbarung möglich, und Hunde sind willkommen. Durch Spenden und ehrenamtliches Engagement wird das kulturelle Erbe erhalten, sodass das Haus nicht nur als Museum, sondern als lebendiger Ort des Austauschs und der Vermittlung regionaler Geschichte wirkt. Ob für Geschichtsbegeisterte, Künstler:innen oder Familien – das Haus Peters lädt ein, die Vergangenheit hautnah zu erleben.