Glaubensweg Tannau: Station 1
Highlights
- Tannau ist ein Ortsteil von Tettnang im Bodenseekreis und wurde 1810 erstmals urkundlich erwähnt.
- Die Pfarrkirche St. Martin in Tannau wurde um 1121 als Nothelferkapelle erbaut.
- 1972 wurde Tannau nach Tettnang eingemeindet, nachdem es zuvor Gemeinde Obereisenbach einverleibt hatte.
Tipps
- Gut vorbereitete Grundlehrgänge mit kompetenten Ausbildern.
- Waldschlösschen mit Designerofen lohnt einen Besuch.
- Historischer Forstbetriebshof mit interessanter Vergangenheit.
Eigenschaften
Über Glaubensweg Tannau: Station 1
Die „Glaubensweg Tannau: Station 1“ befindet sich im bodenseegeprägten Tettnang und ist Teil eines besonderen Weges, der Bildung, Natur und Reflexion miteinander verbindet. Als eine von mehreren Stationen entlang des Glaubenswegs lädt dieser Ort dazu ein, innezuhalten und sich mit den Themen Glaube, Geschichte und Natur auseinanderzusetzen. Die Station ist in die einzigartige Landschaft des Tannauer Forstes eingebettet, der nicht nur ökologisch bedeutend ist, sondern auch eine langjährige kulturelle und wirtschaftliche Rolle für die Region spielt.
Der Standort selbst ist eng mit dem Tannauer Forstbetriebshof verbunden, der in den letzten Jahren durch kontroverse Entscheidungen in die Öffentlichkeit gerückt ist. So wurde der Bau eines Waldschlösschens mit Designerofen, finanziert mit deutlich höheren Kosten als ursprünglich veranschlagt, kritisiert. Dennoch bleibt der Forstbetrieb ein zentraler Anlaufpunkt für forstwirtschaftliche Bildung und Praxis – wie etwa Motorsägenkurse, die hier regelmäßig absolviert werden. Diese Kombination aus Bildungseinrichtung und forstlicher Tradition macht den Ort auch für Interessierte der Land- und Forstwirtschaft attraktiv.
Historisch gesehen ist Tannau eng mit der Grafschaft Montfort verknüpft und weist eine eigenständige Gemeindeverwaltung auf, die über Jahrhunderte Bestand hatte. Erst 1972 wurde Tannau nach Tettnang eingemeindet. Die Region trägt noch heute Spuren dieser eigenständigen Vergangenheit – etwa im Wappen, das eine Tanne und eine rote Fahne zeigt, welche an die Zugehörigkeit zur Grafschaft Montfort erinnert. Die kulturelle Identität des Ortes spiegelt sich auch in der Pfarrkirche St. Martin wider, deren barocke Ausstattung und historische Gemälde einen beeindruckenden Zeugniswert besitzen.
Die „Station 1“ des Glaubenswegs lädt dazu ein, den historischen und ökologischen Reichtum des Ortes wahrzunehmen. Wanderer und Besucher können hier nicht nur die Natur des Tannauer Waldes genießen, sondern auch die Verbindung von Mensch, Glaube und Landschaft erfahren. Die ruhige Atmosphäre und die Nähe zum Bodensee machen diesen Ort zu einem idealen Ausgangspunkt für einen Bildungsausflug inmitten der baden-württembergischen Voralpenlandschaft.