Herz-Jesu-Kirche
Highlights
- Die Herz-Jesu-Kirche in Thale wurde 1913 eingeweiht und ist als Baudenkmal im Denkmalverzeichnis von Sachsen-Anhalt geführt.
- Der Kirchbau entstand nach Plänen des Paderborner Diözesanbaumeisters Arnold Güldenpfennig im Übergangsstil.
- Im Inneren der Kirche befinden sich Glasmalereien von Ferdinand Müller, darunter Figuren der heiligen Barbara und Königin Mathilde.
Tipps
- Die Herz-Jesu-Kirche in Thale liegt direkt an der Bode und ist über die Walther-Rathenau-Straße gut erreichbar.
- Das Kirchengebäude ist im Denkmalverzeichnis Sachsens-Anhalt eingetragen und zeigt einen historischen Übergangsstil.
- Der nahegelegene Eingang zur Kirche ist durch ein Portal mit Spitzbogen gestaltet und führt direkt in den Kirchenraum.
Eigenschaften
Über Herz-Jesu-Kirche
Die Herz-Jesu-Kirche in Thale ist eine römisch-katholische Kirche, die im Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt erfasst ist. Sie gehört zur Pfarrei „St. Mathilde“ mit Sitz in Quedlinburg und liegt im Dekanat Halberstadt des Bistums Magdeburg. Die Kirche erhielt ihren Namen nach dem Heiligsten Herz Jesu und ist ein markantes Bauwerk am östlichen Ortsrand von Thale, unweit der Bode.
Der Bau der Kirche erfolgte auf einem Grundstück, das 1901 vom Hüttenwerk Thale erworben wurde. Die Finanzierung wurde durch ein Vermächtnis aus dem Jahr 1899 ermöglicht. Nach einem zuvor nicht abgeschlossenen Bauvorhaben am Obersteigerweg begann der eigentliche Kirchenbau später und führte schließlich zur Einweihung durch Bischof Karl Joseph Schulte aus dem Bistum Paderborn. Das Gebäude, das an der Walther-Rathenau-Straße steht, entstand nach Plänen des Paderborner Diözesanbaumeisters Arnold Güldenpfennig und zeigt Elemente des Übergangsstils. Die Architektur gliedert sich in einen kreuzförmigen Kirchsaal, wobei der Baukörper in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet ist. Besondere architektonische Details werden durch Werksteinarbeiten hervorgehoben. Der nördlich angebaute Kirchturm beherbergt ein Stufenportal mit Spitzbogen und ein Tympanon mit Christusdarstellung in der Mandorla, flankiert von Engeln. Über dem Portal befindet sich ein Radfenster, während sich auf dem Turmdach vier Wichhäuschen befinden.
Das Innere der Kirche wirkt schlicht gehalten, mit einem Kreuzrippengewölbe als Deckenform. Im Chor sind farbige Bildfenster von der Glasmalereianstalt Ferdinand Müller aus Quedlinburg zu sehen, darunter Darstellungen der Heiligen Barbara, Königin Mathilde, Apostel Andreas und Josef von Nazaret. Ein weiteres Fenster im Eingangsbereich thematisiert die Auferstehung Christi und entstand deutlich später. Der Hochaltar zeigt eine Kreuzigungsgruppe und wurde 2003 aus der Kathedrale St. Sebastian in Magdeburg übernommen. Zwei Seitenaltäre aus Gipsreliefs sowie vierzehn Kreuzwegstationen ergänzen den Altarraum. Vor einer Pietà besteht die Möglichkeit, Opferkerzen niederzulegen. Die Orgel stammt von der Eggert Orgelbau-Anstalt und verfügt über 58 Register auf zwei Manualwerken.
Die Katholische Gemeinde in Thale entwickelte sich im Zuge der Reformation des 16. Jahrhunderts neu, als die Region durch die protestantische Reformbewegung geprägt wurde. Die Kirche dient heute als sakraler Anziehungspunkt und wird regelmäßig von Besucherinnen und Besuchern wahrgenommen, die sowohl die Architektur als auch die ruhige Atmosphäre schätzen. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,7 von 5 Sternen bei über 30 Bewertungen wird die Kirche als sehenswertes Kulturdenkmal wahrgenommen. Viele Gäste loben den schönen Blick auf das Kirchengebäude, das eindrucksvoll an der Bode liegt.