Oper

Hamburger-Schülerkonzerte

Rothenbaumchaussee 15, 20148 Eimsbüttel

Highlights

  • Seit 1898 fördern Hamburger-Schülerkonzerte in Eimsbüttel musikalische Bildung mit kostenlosen Konzerten für Schulklassen.
  • Das Programm verbindet klassische Werke wie Vivaldis ‚Vier Jahreszeiten‘ mit interaktiven Workshops für Grundschulen.
  • Das Ensemble ‚Holzfabrik‘ spielt für Kinder (6–11) Moussorgskys ‚Bilder einer Ausstellung‘ und Telemanns Barockmusik.

Tipps

  • Der Besuch der Hamburger-Schülerkonzerte ermöglicht einen Einblick in musikalische Werke, die gezielt für den schulischen Unterricht aufbereitet werden.
  • Für Lehrkräfte stehen seit 1989 begleitende Unterrichtsmaterialien zu ausgewählten Konzertstücken als Unterstützung zur Verfügung.
  • Die Konzerte finden regelmäßig an Schulvormittagen statt, um die Teilnahme für Schüler und Lehrkräfte ohne zusätzliche Arbeitsbelastung zu ermöglichen.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Schüleroper Eimsbüttel – Hamburger Konzerte

Die Hamburger-Schülerkonzerte sind ein seit über einem Jahrhundert bestehendes kulturelles Angebot, das sich der musikalischen Bildung junger Menschen in Eimsbüttel verschrieben hat. Gegründet mit dem Ziel, Bildungsprivilegien abzubauen und Chancengleichheit zu fördern, ermöglichen sie Schülerinnen und Schülern ab dem Grundschulalter einen kostengünstigen oder sogar kostenlosen Zugang zu hochwertiger klassischer Musik. Die Konzerte finden regelmäßig an Schulvormittagen statt, um Lehrkräften unbezahlte Überstunden zu ersparen – ein wichtiger Aspekt des seit 1989 etablierten „Lehrerarbeitszeitmodells“.

Ein besonderes Merkmal der Hamburger-Schülerkonzerte ist die enge Verzahnung von Konzertbesuch und pädagogischem Begleitprogramm. Seit 1989 werden im Hildegard-Junker-Verlag Unterrichtshefte zu häufig gespielten Werken veröffentlicht, die Lehrkräfte dabei unterstützen, die Konzerte im Unterricht aufzugreifen. So erhalten Kinder nicht nur ein musikalisches Erlebnis, sondern auch vertiefende Einblicke in die Werke – etwa durch Workshops wie die Einführung in das Leben und Werk von Vivaldi, die gezielt auf bevorstehende Konzerte vorbereiten.

Das Programm reicht von barocken Meisterwerken bis zu zeitgenössischen Kompositionen und spricht mit seiner Vielfalt unterschiedliche Altersgruppen an. Ein Beispiel ist das Ensemble „Holzfabrik“, das mit Instrumenten wie Flöte, Oboe oder Klarinette sowie einem Schauspieler als Moderator Stücke von Vivaldi, aber auch Moussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ für Kinder zwischen sechs und elf Jahren aufbereitet. Solche Formate machen klassische Musik zugänglich und wecken Neugier – etwa durch interaktive Elemente wie das Erzählen von Geschichten zu den Klängen.

Die Konzerte finden in einem Konzertsaal statt, der speziell für junge Zuhörerinnen und Zuhörer gestaltet ist. Die Atmosphäre ist bewusst unkonventionell: Neben klassischen Instrumenten kommen auch moderne Präsentationstechniken zum Einsatz, um die Aufmerksamkeit der Kinder zu halten. So wird Musik nicht nur gehört, sondern erlebt – sei es durch visuelle Begleitmaterialien oder durch die direkte Interaktion mit den Musikerinnen und Musikern.

Ein weiteres Highlight ist das breite Spektrum an Werken, das von Barock über Romantik bis zu zeitgenössischen Adaptionen reicht. So bietet etwa das Programm „Telemann barockt!“ Einblicke in die Musik des norddeutschen Komponisten, während andere Veranstaltungen mit Ensembles wie dem „Holzfabrik“ zeigen, wie klassische Stücke durch kreative Arrangements für junge Hörer zugänglich werden. Die Hamburger-Schülerkonzerte beweisen damit, dass Kulturbildung kein Luxus, sondern ein grundlegender Bestandteil der schulischen Ausbildung sein sollte – und das seit über einem Jahrhundert erfolgreich umsetzen.

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