Kunkenvenne
Highlights
- Das Großsteingrab von Thuine ist eine Megalithanlage der Trichterbecherkultur und entstand zwischen 3500 und 2800 v. Chr.
- Es liegt in einem Wald etwa einen Kilometer nordöstlich von Thuine im Emsland, Niedersachsen.
- Auffällig ist die ovale Einfassung aus zwei konzentrischen Steinkränzen, die die trapezförmige Kammer eng umschließen.
Tipps
- Das Großsteingrab liegt etwa einen Kilometer nordöstlich von Thuine im Wald und ist zu Fuß erreichbar.
- Parkplatz ist begrenzt, daher frühzeitig anreisen.
Eigenschaften
Naturerlebnis Kunkenvenne: Schutzgebiet mit seltenen Pflanzen und Tieren in Thui
Die Kunkenvenne, auch bekannt als Großsteingrab von Thuine, ist eine bemerkenswerte archäologische Anlage der Trichterbecherkultur und zählt zu den bedeutendsten Megalithbauten Niedersachsens. Gelegen im gleichnamigen Wald etwa einen Kilometer nordöstlich von Thuine im Landkreis Emsland, gehört sie zu den geschützten Kulturdenkmälern und liegt innerhalb eines Naturraums, der sowohl archäologisches als auch ökologisches Interesse weckt. Die Anlage entstand vor etwa 3500 bis 2800 v. Chr. und ist ein eindrucksvolles Zeugnis der damaligen Gesellschaftsstruktur und Weltanschauung der neolithischen Menschen. Besonders auffällig ist die ovale Einfassung des Großsteingrabs, die aus zwei konzentrischen Steinkränzen besteht. Die trapezförmige Kammer, die sich in Ost-West-Richtung ausrichtet, ist rund 26,5 Meter lang und bis zu 4,4 Meter breit. Viele der ursprünglich 17 Decksteine fehlen heute, einige sind zwischen den tragenden Steinen verstürzt. Der Zugang zur Kammer befindet sich in der Mitte der Südseite. Der innere Steinring ist etwa 29 Meter lang und bis zu sechs Meter breit und besteht aus 60 kleineren Steinen. Der äußere Ring ist deutlich größer – etwa 33 Meter lang und bis zu acht Meter breit – und umfasst 51 größere Steine. Diese Anordnung macht die Kunkenvenne zu einer architektonischen Besonderheit unter den norddeutschen Megalithanlagen. Das Großsteingrab wurde bereits im 19. Jahrhundert von verschiedenen Forschern und Sammlern untersucht. So grub Graf zu Münster 1820 in der Anlage und fand unter anderem Steinwerkzeuge, Bernsteinperlen sowie tiefstichverzierte Keramikfragmente, die der sogenannten emsländischen Gruppe zugeordnet werden. Weitere Funde wie Scherben, Holzkohle und menschliche Knochen gelangen 1878 durch Hans Müller-Brauel. Diese Entdeckungen trugen zur Erforschung der Kultur der Trichterbecherzeit bei und verdeutlichen die Bedeutung der Anlage als Bestattungsstätte und Ort rituellen Handelns. Heute liegt die Kunkenvenne entlang der sogenannten „Straße der Megalithkultur“, einer touristischen Route, die verschiedene Großsteingräber in Nordwestdeutschland miteinander verbindet. Der Standort im Wald von Thuine bietet nicht nur archäologischen Reiz, sondern lädt auch zu ruhigen Spaziergängen und naturkundlichen Entdeckungen ein. Die Umgebung ist besonders in den wärmeren Monaten eine lohnende Destination für Natur- und Kulturinteressierte, die sowohl die Spuren der Urgeschichte als auch die heimische Flora und Fauna erkunden möchten. Die Kunkenvenne ist ein eindrucksvolles Beispiel für die nordische Megalitharchitektur und spiegelt die kulturelle wie soziale Entwicklung der Jungsteinzeit wider. Als geschütztes Naturschutzgebiet und archäologischer Fundort bietet sie Besucher*innen die Möglichkeit, die Vielschichtigkeit der Vergangenheit hautnah zu erleben – fernab vom Alltagsstress, mitten in der ruhigen Natur des Emslands.
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Häufige Fragen zu Kunkenvenne
Was ist die Kunkenvenne in Thuine?
Quelle: wikipedia
Wie ist die Anlage in der Kunkenvenne beschaffen?
Quelle: wikipedia
Welche Funde wurden in der Kunkenvenne gemacht?
Quelle: wikipedia