Burgruine Neuenbuchberg
Highlights
- Burgruine Neuenbuchberg liegt auf 560 m ü. NN am Südhang des Buchberges in Hohenau-Buchberg.
- Die Burg wurde um 1393 von Seifried dem Buchberger erbaut und kam 1558 an die Schwarzenbergs.
- Heute sind nur noch Mauerreste, Kellergewölbe und Gräben der ehemaligen Spornburg erhalten.
Tipps
- Der Weg zur Burgruine ist nicht gut befestigt, trittsichere Schuhe werden empfohlen.
- Von der Burg sind heute nur noch Mauerreste, Kellergewölbe und Gräben erhalten.
- Die nahegelegene Burgstelle Wildenstein lässt sich ebenfalls erkunden.
Eigenschaften
Über Burgruine Neuenbuchberg
Die Burgruine Neuenbuchberg liegt im Ortsteil Buchberg der Gemeinde Hohenau-Buchberg im Landkreis Freyung-Grafenau in Bayern. Sie thront auf einer Bergzunge des Buchberges in etwa 560 Metern Höhe und wird an drei Seiten von der Wolfsteiner Ohe umflossen. Die Spornburg wurde im späten 14. Jahrhundert erbaut und zählt heute zu den historischen Baudenkmalen der Region. In unmittelbarer Nähe, durch eine Senke getrennt, befindet sich zudem die ehemalige Burgstelle von Wildenstein, die zeitgleich im Mittelalter entstand.
Die Anlage wurde von der adeligen Familie der Buchberger zu Wildenstein errichtet, die bis ins 16. Jahrhundert ein bedeutender Einflussfaktor in Niederbayern war. Nach dem Aussterben des Geschlechts gelangte die Burg in den Besitz der Herren von Schwarzenberg. Im Jahr 1592 kam die Herrschaft schließlich an den Passauer Bischof Urban von Trennbach. Danach wurde die Burg nicht mehr bewohnt und fiel allmählich in Verfall. Heute zeugen nur noch wenige Überreste von der ehemaligen Bausubstanz: Teile der Ringmauer, innere Mauerreste, Kellergewölbe sowie die typischen Burggräben.
Archäologische Untersuchungen brachten im 19. Jahrhundert verschiedene Funde zutage, darunter Waffen, Hufeisen und Pfeilspitzen, die heute in Landshut aufbewahrt werden. Die Ruine ist sowohl als Baudenkmal unter der Nummer D-2-72-127-8 als auch als archäologisches Bodendenkmal unter der Kennung D-2-7147-0002 beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege registriert. Die Erwähnung der Burg erfolgte erstmals einige Jahre nach ihrer Errichtung, und die heutige Ruine dokumentiert den Zustand des allmählichen Verfalls seit dem 17. Jahrhundert.
Der Weg zur Burgruine ist nicht asphaltiert und teilweise uneben, weshalb Trittsicherheit empfohlen wird. Besucher berichten von einem abenteuerlichen Aufstieg, der jedoch lohnenswert ist, um die Lage und den historischen Charakter des Ortes wahrzunehmen. Von der Burg selbst sind keine umfangreichen Strukturen erhalten geblieben, dennoch bietet der Besuch einen Einblick in die mittelalterliche Baukunst und die regionale Geschichte des Bayerischen Waldes.