Kirche/Kloster

Kath. Pfarramt Grafenau

Rosenauer Str. 1, 94481 Grafenau

Highlights

  • Das katholische Pfarramt Grafenau liegt in einem historischen Kirchenbau, erstmals 1389 urkundlich erwähnt und 1734 barock umgestaltet.
  • Barocke Renovierung 1734 nach Vorbild des Klosters Niederalteich prägte den Chor der Pfarrkirche; 1880–1882 erfolgte ein barocker Neubau.
  • Rollstuhlgerechter Zugang und Parkplatz ermöglichen barrierefreien Zugang zum Pfarrhaus in Grafenau.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt ins Pfarramt.
  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz steht in unmittelbarer Nähe des Gebäudes zur Verfügung, um die Anreise zu erleichtern.
  • Die historische Architektur des Ortes geht auf eine erste urkundliche Erwähnung der Kirche im Jahr 1389 zurück und spiegelt regionale Baukunst des Mittelalters wider.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Katholische Kirche Grafenau – Sakrale Schätze entdecken

Grafenau, eingebettet in die malerische Landschaft zwischen Sagwasser und Großer Ohe, war einst Teil der Grafschaft Hals, die im 14. Jahrhundert unter den Grafen von Leuchtenberg stand. Diese Adelsfamilie förderte den Ausbau sakraler Stätten, darunter die erste urkundliche Erwähnung einer Kirche im Jahr 1389 – damals noch als bescheidene Kapelle, die später durch den Steinaltar des Weihbischofs Johannes im Juni desselben Jahrhunderts erweitert wurde.

Der Ort entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem religiösen Zentrum, wie die Wiedererrichtung der Bärnstein-Kapelle im Jahr 1760 zeigt. Besonders prägend war die Verbindung zur Klostertradition: Zwischen 1396 und 1803 beherbergte das Kloster Grafenau Mönche aus drei verschiedenen Orden, deren Wirken das kulturelle und spirituelle Leben der Region nachhaltig prägte. Die Klostergebäude, darunter die barocke Kirche, wurden zwar 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst, doch einige Strukturen wie die Bründlkapelle und Teile des Turmes blieben erhalten – eine Erinnerung an die vergangene Blütezeit.

Nach der Zerstörung der alten Klosteranlage im 19. Jahrhundert entstand zwischen 1880 und 1882 unter der Leitung des Münchner Architekten Anton Schott eine neue Kirche im barocken Stil, die bewusst an die Vorgängerbauten anknüpfte. Die großzügige Renovierung des Chores der Pfarrkirche im Jahr 1734 unter Einfluss des Klosters Niederalteich hatte bereits damals den Grundstein für den prächtigen Barockcharakter gelegt, der bis heute das Erscheinungsbild prägt. Das Pfarramt, eng mit dieser Sakralarchitektur verbunden, dient heute als geistliches Zentrum und Zeugnis der tief verwurzelten christlichen Geschichte der Region.

Besucher schätzen das Pfarramt nicht nur für seine historische Bedeutung, sondern auch für seine barrierefreie Gestaltung: Der rollstuhlgerechte Zugang und Parkplatz machen es zu einem inklusiven Ort für alle. Mit einem Google-Bewertungsdurchschnitt von 4,8 Sternen aus über 20 Bewertungen unterstreicht es seinen Ruf als weltoffene und geliebte Adresse – ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird und die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart spürbar ist.

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