Kirche/Kloster

Salinenkapelle St. Rupert und Maximilian

Salinenstraße 2, 83278 Traunstein

Highlights

  • Das Doppelpatrozinium der Kapelle ehrt die Heiligen Rupert von Salzburg und Maximilian von Celeia, sie wurde 1671 geweiht.
  • Innenausstattung und Altäre stammen aus verschiedenen Epochen, darunter Werke von Ulrich Loth und Johann Schöpf.

Tipps

  • Der Sakralbau befindet sich am Karl-Theodor-Platz in der Au und ist unter dem Doppelpatrozinium der Heiligen Rupert und Maximilian geweiht.
  • Innenräume beherbergen Gemälde von Ulrich Loth sowie weitere Altarbilder, die teilweise heute nicht mehr vor Ort sind.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Salinenkapelle St. Rupert und Maximilian

Die Salinenkapelle St. Rupert und St. Maximilian steht im Stadtteil Au der Großen Kreisstadt Traunstein im bayerischen Alpenvorland. Als größte Kapelle Deutschlands gilt sie seit Jahrhunderten als geistiges Zentrum der ehemaligen Salinenstadt. Der frühbarocke Sakralbau wurde 1630/31 nach Plänen des Hofmaurermeisters Isaak Bader durch den örtlichen Maurermeister Wolf König errichtet. Das Bauwerk vereint Elemente unterschiedlicher Baustile: Zentral- und Längsraum, Turm und Kuppel sowie Formen der Renaissance und Gotik finden sich in harmonischer Verbindung. Die Kapelle ist unter der Denkmalnummer D-1-89-155-22 in der Bayerischen Denkmalliste verzeichnet.

Das Doppelpatrozinium der Kapelle ehrt die Heiligen Rupert von Salzburg und Maximilian von Celeia, deren Namen auch im Volksmund verankert sind. Die Weihe des Gotteshauses erfolgte erst 1671, vierzig Jahre nach Fertigstellung. Im Inneren beeindruckt der barocke Hauptaltar, der ursprünglich im Jahr 1631 geschaffen und um 1760 im Rokoko-Stil umgearbeitet wurde. Seitlich des Hauptaltars befinden sich zwei Skulpturen der Apostel Paulus und Andreas, um das Jahr 1700 entstanden. Die Seitenaltäre datieren vermutlich auf das Jahr 1756 und gelten als mögliche Werke des Tischlers Johann Georg Pflaumer und des Bildhauers Johann Dersch.

Die Innenausstattung wird durch Gemälde namhafter Künstler ergänzt. Das zentrale Altarbild stammt vom Münchner Maler Ulrich Loth und zeigt die Patrone Rupert und Maximilian. Es symbolisiert die Unterwerfung der Salzburger Kirche unter den Herzog Maximilian nach dessen Sieg im Salzkrieg von 1611. Weitere Werke von Johann Schöpf und Rottmayr von Rosenbrunn schmücken die Räumlichkeiten, wenngleich einige Gemälde heute nicht mehr im Gebäude zu finden sind. Ergänzt wird die Ausstattung durch eine barocke Kanzel, einen Beichtstuhl sowie Konsolfiguren und Kreuzwegbilder.

Die Orgel der Salinenkapelle wurde 1907 vom Orgelbauer Franz Borgias Maerz erbaut und 2003 durch die Orgelbaufirma Link restauriert. Das Instrument verfügt über zehn Register auf zwei Manualen und Pedal. Im Kuppeldach der Kapelle befinden sich zudem mehrere Glocken, die das klangvolle Erbe des Ortes mittragen. Die Kombination aus architektonischer Eleganz, kunstvoller Ausstattung und historischer Bedeutung macht die Salinenkapelle zu einem bemerkenswerten Zeugnis der bayerischen Sakralbaukultur im Alpenvorland.

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