Burgwall Körzin
Highlights
- Körzin ist ein Gemeindeteil von Beelitz im Landkreis Potsdam-Mittelmark, gelegen am Zusammenfluss von Nieplitz und Pfefferfließ.
- Erstmals urkundlich erwähnt 1375, gehörte Körzin später unter anderem den Geschlechtern von Thümen und von Schlieben.
Tipps
- Der Burgwall ist bei Hochwasser nur eingeschränkt erreichbar, da ihn wasserführende Gräben umgeben.
- Das Dorf liegt abseits in einer Sackgasse, südwestlich des Blankensees im Naturpark Nuthe-Nieplitz.
- Bodenfunde aus slawischer Zeit um 1000 n. Chr. belegen die historische Bedeutung des Ortes.
Eigenschaften
Über Burgwall Körzin
Der Burgwall Körzin befindet sich im Ortsteil Stücken, einem Gemeindeteil von Zauchwitz, der wiederum zur Stadt Beelitz im Landkreis Potsdam-Mittelmark gehört. Diese archäologische Bodendenkmalstätte liegt südwestlich des Blankensees im Naturpark Nuthe-Nieplitz und unweit des Zusammenflusses der Nieplitz und der Pfefferfließ. Die Umgebung ist geprägt von einer landschaftlich reizvollen, sumpfigen Niederung, die den Zugang zu dem Wall erschwert, wie Besucher berichten, die darauf hinweisen, dass mehrere wasserführende Gräben den Wall umgeben.
Die Geschichte des Ortes Körzin reicht weit in die slawische Siedlungszeit zurück. Bodenfunde aus der Zeit um das Jahr 1000 n. Chr. belegen eine intensive Besiedlung in der Region. Der Burgwall selbst ist ein gut erhaltener slawischer Wall, der nördlich des Dorfes liegt und als Teil eines größeren Bodendenkmalbereichs gilt. Der Ortsname Körzin geht auf slawische Wurzeln zurück und bedeutet übersetzt „Ort, wo Stöcke, Baumstümpfe sind“. Die Namen der Nachbarorte Stücken und Stangenhagen entspringen ebenfalls slawischen Ursprüngen und sind als deutsche Entsprechungen zu verstehen.
Erste urkundliche Erwähnung fand Körzin im Mittelalter, damals noch unter dem Namen Ketzin oder Kettzin. In späteren Jahrhunderten wechselte der Besitz des Dorfes mehrfach, unter anderem an die Geschlechter von Schlieben, Czawtitz und von Thümen. Die rechtliche und wirtschaftliche Entwicklung des Ortes lässt sich bis ins 19. Jahrhundert verfolgen. So wird in verschiedenen historischen Quellen von der Existenz von Hufenbauern, Kossäten und einem Dorfschulzen berichtet. Die Gemarkung blieb über Jahrhunderte hinweg von mittlerer Größe, wobei sich die Anzahl der Höfe und Bewohner je nach Zeit und wirtschaftlicher Lage veränderte.
Im Zuge verschiedener Katastererhebungen und Verwaltungsberichte der Neuzeit wurde der Zustand des Dorfes und seiner Flur dokumentiert. Trotz wirtschaftlicher und kriegerischer Belastungen, etwa während des Dreißigjährigen Krieges, blieb Körzin als kleine ländliche Siedlung bestehen. Der Burgwall selbst ist ein Zeugnis der slawischen Vergangenheit der Region und bildet heute eine bedeutende historische Sehenswürdigkeit, die Einblicke in die frühe Besiedlungsgeschichte der Mittelmark ermöglicht.