Museum Obertor-Apotheke Dr. Eric Martin,
Highlights
- Älteste Apotheke Marktheidenfelds seit 1750 mit 1711er Barockgebäude auf ehemaligem Klostergut.
- Über 900 Sammlungsstücke zeigen Apothekenpraxis, Ausbildungsgeschichte und historische Gefäßtypen.
- Original erhaltene Einrichtung und Leihgaben aus regionalen Apotheken wie Rothenfels oder Kitzingen.
Tipps
- Die historische Apotheke bietet einen Einblick in die Entwicklung des Apothekenberufs über mehrere Jahrhunderte durch originale Ausstellungsstücke und Dokumente.
- Der originale Aufbau der Apotheke aus dem 18. Jahrhundert ermöglicht einen authentischen Blick in die Arbeitswelt früherer Generationen von Apothekern.
- Die Sammlung umfasst über 900 Gegenstände, darunter Gefäße, Etiketten und historische Aufzeichnungen zur Apothekenpraxis und -ausbildung.
Eigenschaften
Kultur-Museum Obertor-Apotheke Marktheidenfeld
Das Museum Obertor-Apotheke Dr. Eric Martin in Marktheidenfeld bietet einen faszinierenden Einblick in die jahrhundertelange Tradition der Apothekenkunst. Es befindet sich in den historischen Räumen der ältesten Apotheke der Stadt und zählt zu den bedeutendsten ihrer Art im Landkreis Main-Spessart. Seit dem Jahr 1750 ist hier der Betrieb einer Apotheke nachgewiesen, während das Gebäude selbst bereits 1711 auf einem ehemaligen Klostergut des benachbarten Klosters Neustadt am Main errichtet wurde. Die Apotheke war über Jahrhunderte ein zentraler Ort der Gesundheitsversorgung und zeigt heute, wie sich der Beruf des Apothekers im Wandel der Zeit entwickelte.
Die Ausstellung präsentiert die original erhaltene historische Einrichtung der Obertor-Apotheke am selben Standort, der seit 1939 im Besitz der Apothekerfamilie Martin ist. Über 900 Exponate – darunter seltene Gefäße, Dosierhilfen, Etiketten und archivierte Dokumente – dokumentieren die Entwicklung der Apothekenpraxis und -ausbildung. Besonders wertvoll sind historische Filmaufnahmen und Fotografien, die Einblicke in das tägliche Leben einer Apotheke geben. Ergänzt wird die Sammlung durch Leihgaben aus regionalen Apotheken, etwa der ehemaligen Burg-Apotheke in Rothenfels oder der Lamm-Apotheke in Kitzingen, die bereits vor 1500 gegründet wurde.
Ein Schwerpunkt der Präsentation liegt auf den traditionellen Apothekenutensilien: Hier sind die wichtigsten Gefäßtypen, Verschlüsse und Hilfsmittel zur korrekten Dosierung ausgestellt. Die Sammlung wurde nach wissenschaftlichen Standards inventarisiert und bietet so einen authentischen Blick auf die Handwerkskunst vergangener Epochen. Das Museum zeigt nicht nur die medizinische Geschichte, sondern auch den kulturellen und sozialen Einfluss der Apotheke in der Region. Besonders interessant ist der Vergleich mit anderen historischen Apothekeninventaren, etwa aus dem Nachlass der Apothekerfamilie Surmann/Quinke von der Hirsch-Apotheke in Rüthen.
Das Museum Obertor-Apotheke verbindet thuschriftliche Überlieferung mit praktischen Gegenständen und macht so die Entwicklung des Apothekenberufs greifbar. Es ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein lebendiges Zeugnis für das handwerkliche Können und die Verantwortung, die mit der Herstellung und Abgabe von Arzneimitteln verbunden waren. Für Geschichtsinteressierte und Apothekenfans alike bietet es eine einzigartige Möglichkeit, die Wurzeln der Pharmazie in der Region zu erkunden.