Bibliothek

Dokumentationszentrum der Arbeitskammer

Fritz-Dobisch-Straße 10c, 66111 Saarbrücken

Highlights

  • Das Dokumentationszentrum der Arbeitskammer Saarbrücken dokumentiert seit 1987 saarländische Arbeiter- und Gewerkschaftsgeschichte mit Bibliothek und Archiv.
  • Schwerpunkte sind Wirtschafts-, Sozialgeschichte sowie Gewerkschaftsnachlässe und Akten zu saarländischen Arbeitnehmerorganisationen.
  • Nutzer finden WLAN, Buchscanner und digitale Kataloge für historische Forschung zu Arbeitnehmerinteressen und Gewerkschaften.

Tipps

  • Der Online-Katalog ermöglicht die Recherche nach Büchern, Zeitschriften und archivierten Beständen zur saarländischen Arbeiter- und Gewerkschaftsgeschichte.
  • Besucherarbeitsplätze sind mit WLAN und digitalen Buchscannern ausgestattet, um die Nutzung digitaler und gedruckter Quellen zu erleichtern.
  • Das Archiv bewahrt originale Unterlagen der Arbeitskammer sowie Nachlässe bedeutender Gewerkschafter und saarländischer Gewerkschaftsarchive auf.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Entspannt Bildung Ganzjährig

Kultur & Bibliothek: Dokumentationszentrum Saarbrücken

Das Dokumentationszentrum der Arbeitskammer in Saarbrücken ist eine bedeutende Einrichtung für die Erforschung und Dokumentation der saarländischen Arbeiter- und Gewerkschaftsgeschichte. Seit seiner Gründung 1987 fungiert es als zentrale Fachstelle für historische und soziale Themen, die die Interessenvertretung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Saarland betreffen. Das Zentrum vereint eine umfassende Bibliothek mit einem wertvollen Archiv, das sowohl die Bestände der Arbeitskammer selbst als auch wichtige Unterlagen saarländischer Gewerkschaften und Nachlässe bedeutender Gewerkschafter umfasst.

Die Sammlungsschwerpunkte liegen auf der saarländischen Geschichte, der Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie der Entwicklung von Gewerkschaften und der Arbeiterbewegung. Der Online-Katalog ermöglicht die Recherche nach Büchern, Zeitschriften und archiviertem Material. Besucher können an modernen Arbeitsplätzen mit WLAN und Buchscannern forschen – ideal für historische Studien oder wissenschaftliche Projekte. Die Benutzung des Archivs unterliegt den Bestimmungen des saarländischen Archivgesetzes, um den Schutz und die Erhaltung des Kulturguts zu gewährleisten.

Die Arbeitskammer des Saarlandes wurde als öffentlich-rechtliche Institution gegründet, um die Interessen der Arbeitnehmerschaft in Wirtschaft und Politik zu vertreten. Ihre Wurzeln reichen bis in die Nachkriegszeit zurück, als 1952 die erste Kammerversammlung direkt von den Beschäftigten gewählt wurde. Ein zentrales Anliegen war es von Anfang an, den sozialen und wirtschaftlichen Lebensbedingungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gerecht zu werden – ein Thema, das bis heute in Forschung und Publikationen des Dokumentationszentrums aufgegriffen wird.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung von Geschichte und Praxis: So entstand 1953 das Ferienwerk Arka-Reisen, das Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern günstige Urlaubsangebote bot. In den 1960er Jahren wurde dieses Angebot durch den Bau des AK-Feriendorfes Marina di Campo auf der italienischen Insel Elba erweitert – ein Projekt, das bis heute als Beispiel für die soziale Absicherung der Belegschaften gilt. Auch die Förderung des Flughafens auf der Ensheimer Höhe zeigt, wie die Arbeitskammer wirtschaftsnahe Initiativen mit sozialem Engagement verband.

Das Dokumentationszentrum ist damit nicht nur eine Bibliothek, sondern ein lebendiger Ort der Erinnerungskultur. Es bietet Einblicke in die historischen Kämpfe und Erfolge der Arbeiterbewegung im Saarland und zeigt, wie sich Interessenvertretung, Sozialpolitik und Alltagsleben der Beschäftigten über Jahrzehnte entwickelt haben. Für Geschichtsinteressierte, Forscher und alle, die sich für die regionale Arbeitsweltgeschichte begeistern, ist es ein unverzichtbarer Anlaufpunkt.

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