Denkmal/Gedenkstätte

Kleiner Stollen

67705 Trippstadt

Highlights

  • Der Kleine Stollen in Trippstadt ist ein erhaltener Teil einer historischen Wasserleitung aus dem 18. Jahrhundert.
  • Er leitet unterirdisch Quellwasser zum Schloss und ist heute ein eingetragenes Kulturdenkmal.
  • Führungen durch den Stollen sind bei der Touristinfo in der Hochsaison buchbar.

Tipps

  • Der Brunnenstollen in Trippstadt ist ein historischer Wasserstollen aus dem 18. Jahrhundert, der zum Schloss und ins Dorf führte und heute teilweise besichtigt werden kann.
  • Vor Ort stehen Helm, Jacke und Stirnlampe zur Verfügung, damit auch Besucher ohne eigene Ausrüstung den Stollen sicher erkunden können.
  • Rund um Trippstadt gibt es zahlreiche Wanderwege, darunter auch der Weg zum nahegelegenen Biosphärenturm, der sich gut mit einem Stollenbesuch verbinden lässt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Kleiner Stollen

Der Kleiner Stollen, auch bekannt als Brunnenstollen, befindet sich in der Ortsgemeinde Trippstadt im Landkreis Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz. Diese unterirdische Anlage ist der erhaltene Teil einer historischen Wasserleitung, die Quellen außerhalb des Ortes sammelte und das Wasser mittels eines Stollensystems zum Schloss und ins Siedlungsgebiet leitete. Geographisch liegt Trippstadt im nordwestlichen Pfälzerwald, wo Buntsandstein die Oberflächenschicht bildet und an verschiedenen Stellen Schichtquellen auftreten. Der Einstieg in den Stollen befindet sich in etwa 430 Meter Höhe, in der Nähe der Straßen „Am Quellbach“ und „Am Wasserstollen“. Vor dem Eingang steht eine kleine, hölzerne Hütte, die als Wetterschutz dient.

Die Planung der Wasseranlage begann im frühen 18. Jahrhundert. Unter der Leitung des Geometers Sigmund Jacob Haeckher wurde der Stollen ab dem Jahr 1764 in antikem Baustil mittels Gegenortvortrieb errichtet und einige Jahre später fertiggestellt. Die Anlage umfasste eine zentrale Brunnenkammer sowie mehrere Teilstollen, von denen der Hauptstollen eine Länge von knapp 300 Metern erreichte. Teile des Stollens wurden durch natürlichen Fels getrieben, andere Abschnitte mit Trockenmauern und Gewölben stabilisiert. Ursprünglich diente das System dazu, Trinkwasser über ein unterirdisches Netzwerk zu transportieren. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts versorgte der Stollen die Gemeinde mit Wasser. Heute ist der erhaltene Teil des Stollens zum Schlossbrunnen als Kulturdenkmal eingetragen.

Der Kleiner Stollen ist äußerlich unauffällig, doch sein innerer Zustand und die historische Bedeutung machen ihn zu einer bemerkenswerten Sehenswürdigkeit. Führungen durch das Bauwerk können in der Touristinfo der Gemeinde gebucht werden, in der Regel zwischen Mai und August. Besucher berichten von einer eindrucksvollen Stollenbegehung, bei der enge Passagen und Dunkelheit eine gewisse Herausforderung darstellen. Vor Ort wird Schutzkleidung wie Helm, Jacke und Wattehosen gestellt. Die nahegelegene Waldlandschaft lädt zu Wanderungen ein, darunter auch Wege zum nahegelegenen Biosphärenturm. Der Brunnenstollen ist ein Beispiel für die technische und kulturelle Geschichte der Region und dokumentiert die Versorgungsstruktur des 18. Jahrhunderts.

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