Botanischer Garten

Alter Botanischer Garten

Am Stadtgraben 2, 72074 Tübingen

Highlights

  • Der Alte Botanische Garten in Tübingen wurde 1806 bis 1809 nach Plänen von Carl Friedrich Kielmeyer angelegt.
  • Heute ist der ehemalige botanische Lehrstätten-Garten ein öffentlicher Stadtpark und Kulturdenkmal.
  • Ein Teil des Geländes beherbergte früher Gewächshäuser, darunter ein Palmenhaus aus Stein und Glas.

Tipps

  • Der Alte Botanische Garten in Tübingen liegt zentral zwischen Altstadt und Ammerkanal und eignet sich gut für einen Spaziergang oder Picknick.
  • Einige Bäume im Garten sind als Naturdenkmal geschützt, was einen besonderen Aufenthalt im Grünen ermöglicht.
  • Der ehemalige botanische Garten ist heute ein öffentlicher Stadtpark und bietet keine speziellen botanischen Sammlungen mehr.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Alter Botanischer Garten

Der Alte Botanische Garten in Tübingen ist heute ein öffentlicher Stadtpark, der ursprünglich als botanischer Lehr- und Forschungsgarten der Universität Tübingen angelegt wurde. Die Anlage befindet sich nördlich der Altstadt und grenzt direkt an den ehemaligen Stadtgraben sowie an die Wilhelmstraße. Obwohl der Garten seinen ursprünglichen wissenschaftlichen Zweck verloren hat, bleibt er aufgrund seiner zentralen Lage und seiner geschichtsträchtigen Herkunft ein beliebtes Ausflugsziel. Die Pflege erfolgt durch die städtischen Betriebe im Auftrag des Landes, dem das Gelände weiterhin gehört. Einige Bäume innerhalb der Anlage sind zudem als Naturdenkmale anerkannt.

Die Geschichte des Gartens reicht zurück bis ins frühe 17. Jahrhundert, als an dieser Stelle der sogenannte Tummelgarten existierte, der von adeligen Studenten für Turniere genutzt wurde. Im Jahr 1804 wurde durch ein Dekret die Anlage des heutigen Botanischen Gartens offiziell veranlasst. In den folgenden Jahren entstand an dieser Stelle eine strukturierte Gartenanlage mit Gewächshäusern, darunter ein großes Palmenhaus, das mehrfach umgebaut und erweitert wurde. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde der angrenzende Friedhof in die Anlage integriert und zu einem Arboretum umgestaltet, was den Charakter des Parks nachhaltig prägte.

Heute bietet der ehemalige botanische Garten eine ruhige Grünfläche mitten in der Stadt, die zum Verweilen, Lesen oder Spielen einlädt. Einige Besucher bemängeln, dass der Name „Botanischer Garten“ heute nicht mehr durch eine besondere Pflanzenvielfalt gerechtfertigt sei. Dennoch zieht die gepflegte Anlage viele Gäste an, insbesondere in den sonnigen Monaten. Neben Familien mit Kindern nutzen auch Studierende und ältere Menschen den Park für Erholung. Ein Spielplatz im Inneren sorgt für Abwechslung für jüngere Besucher, während die Rasenflächen und Bäume Platz für Picknicks und Gespräche im Freien bieten.

Der Garten verfügt über keine speziellen botanischen Schaugewächse oder Laternen, wie manche Gäste erwarten. Dennoch wird die Atmosphäre vielfach als idyllisch beschrieben, geprägt von der Kombination aus historischem Ambiente und städtischer Nähe. Der Ammerkanal verläuft durch das Gelände, ist aber heute überdolt und somit nicht sichtbar. Dennoch prägt er weiterhin die Struktur des Parks. Die unmittelbare Nachbarschaft zur Altstadt macht den Alten Botanischen Garten zu einem idealen Zwischenstopp bei Stadtrundgängen oder als ruhiger Rückzugsort vom alltäglichen Treiben.

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