Kirche/Kloster

Kollegiatstift St. Georg

Holzmarkt 1, 72070 Tübingen

Highlights

  • Die Stiftskirche St. Georg in Tübingen wurde 1470 bis 1490 unter Graf Eberhard im Bart erbaut und ist eine spätgotische Hallenkirche.
  • Vor der heutigen Kirche standen zwei romanische Vorgängerbauten, deren Reste bei Ausgrabungen in den 1960er Jahren entdeckt wurden.

Tipps

  • Öffnungszeiten vor Besuch prüfen, da diese variieren können.
  • Chorgestühl und Klappaltar sind sehenswerte Innenausstattungen aus dem 15. Jahrhundert.
  • Virtueller Rundgang auf der Website bietet einen Überblick vor dem Besuch.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kulturvolles Sakralbauensemble im Herzen von Tübingen entdecken

Die Kollegiatstiftskirche St. Georg in Tübingen ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk mit einer rund 835-jährigen Geschichte. Die heutige spätgotische Hallenkirche entstand zwischen 1470 und 1490 unter Graf Eberhard im Bart und diente als Zentralbau des 1411 gegründeten Chorherrnstifts, das von Sindelfingen nach Tübingen verlegt worden war. Gleichzeitig wurde die Kirche zur Pfarrkirche der evangelischen Stiftskirchengemeinde und ist heute Dekanatskirche im Kirchenbezirk Tübingen. Ihre Funktion als Ort der Gemeinschaft und des Glaubens prägt sie bis heute. Archäologische Ausgrabungen in den 1960er Jahren brachten zwei romanische Vorgängerbauten aus dem 11. und 12. Jahrhundert ans Licht. Die älteste Kirche war eine dreischiffige Basilika mit halbrundem Chor. In ihrem Zentrum entdeckten Forscher einen Sarkophag, in dem eine ungewöhnliche Bestattung lag – später wurde fälschlicherweise von einem „dreibeinigen Utz“ gesprochen, was zur Sage im Tübinger Volksglauben wurde. Der zweite romanische Bau wurde Mitte des 12. Jahrhunderts errichtet und verfügte vermutlich bereits über einen nördlichen Portalanbau. Die erste urkundliche Erwähnung eines Kirchengebäudes an dieser Stelle erfolgte 1188, 1191 wurde es zur Pfarrkirche erhoben. Der Glockenturm der heutigen Kirche, einer der ältesten Teile des Bauwerks, wurde ab 1411 errichtet und bis 1468 fertiggestellt. Bei der Errichtung des neuen Chores ab 1470 wurde der Turm in den Neubau integriert. Als Baumeister gelten die Namen Peter von Koblenz und Hans Augsteindreyer, die maßgeblich am Entwurf der spätgotischen Hallenkirche beteiligt waren. Die Bauarbeiten am Chor schlossen sich zeitlich an und waren bis 1478 weitgehend abgeschlossen. Die Kirche zeigt den Übergang vom romanischen zum spätgotischen Baustil und verbindet beide Stilrichtungen in ihrer Baugeschichte. Die Stiftskirche St. Georg ist nicht nur ein Zeugnis mittelalterlicher Baukunst, sondern auch ein Ort lebendiger Gemeindearbeit. Sie beherbergt wertvolle Sakralausstattungen und ist Schauplatz vielfältiger kultureller Veranstaltungen. Die Kirche lädt mit ihrer offenen Atmosphäre und ihrem reichhaltigen künstlerischen Erbe zu Besuchen ein – ganzjährig und für alle Menschen, die sich für Geschichte, Architektur oder Spiritualität interessieren. Mit ihrer zentralen Lage im Stadtbild von Tübingen ist sie ein unverzichtbares Kulturdenkmal und ein ruhender Pol inmitten der lebhaften Universitätsstadt.

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Häufige Fragen zu Kollegiatstift St. Georg

Wann wurde die heutige Stiftskirche St. Georg erbaut?
Die heutige Stiftskirche St. Georg wurde von 1470 bis 1490 unter Graf Eberhard im Bart erbaut. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wer waren die Baumeister der Stiftskirche St. Georg?
Als Baumeister der spätgotischen Hallenkirche gelten Peter von Koblenz und Hans Augsteindreyer. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Was wurde bei Ausgrabungen unter der Stiftskirche gefunden?
Bei Ausgrabungen 1962/64 wurden zwei romanische Vorgängerbauten entdeckt, darunter eine Basilika des 11. Jahrhunderts mit einem Sarkophag, in dem ein vermeintlich dreibeiniges Individuum bestattet war. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Funktion hat die Stiftskirche St. Georg heute?
Die Stiftskirche St. Georg ist die Pfarrkirche der Evangelischen Stiftskirchengemeinde Tübingen und zugleich Dekanatskirche im Kirchenbezirk Tübingen. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia