Ludwigstor
Highlights
- Das Ludwigstor in Türkheim wurde 1829 auf Initiative des Landrichters Franz Xaver Wintrich errichtet.
- Es dient als Denkmal für den Besuch König Ludwigs I. und steht unter Denkmalschutz.
- Das Tor verbindet die Maximilian-Philipp-Straße mit der Wörishofener Straße und ist östlich der Loretokapelle gelegen.
Tipps
- Das Ludwigstor in Türkheim ist ein geschichtsträchtiges Bauwerk, das 1829 im klassizistischen Stil erbaut wurde und heute unter Denkmalschutz steht.
- Einst verband der Torbau die Loretokapelle mit dem Schloss – heute zeugt noch ein Teil des ursprünglichen Arkadengangs vom ehemaligen Übergang.
- Besucher finden das gelb gestrichene Tor mit weißen Gliederungen, rechteckigen Durchgängen in den Pfeilern und dem markanten Rundbogen mit Ludwigs I. Monogramm.
Eigenschaften
Über Ludwigstor
Das Ludwigstor in Türkheim im Landkreis Unterallgäu ist ein bedeutendes Denkmal bayerischer Baukunst und zählt zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Region. Errichtet wurde das Tor im Zuge eines königlichen Besuchs, der dem Bauwerk seinen Namen gab. Es markiert den Übergang zwischen der Loretokapelle im Osten und dem ehemaligen Schloss im Westen und steht heute unter Denkmalschutz.
Ursprünglich verband eine Arkadenhalle das Schloss mit der Loretokapelle, die im späten 17. Jahrhundert erbaut worden war. Diese Verbindung wurde Mitte des 18. Jahrhunderts durch ein neues Bauwerk ersetzt. Auf Initiative des Türkheimer Landrichters Franz Xaver Wintrich erfolgte dann 1829 der Neubau des heutigen Ludwigtores. Der Entwurf des Tores orientierte sich am klassizistischen Stil, vermutlich beeinflusst durch den Münchner Baumeister Leo von Klenze. König Ludwig I. passierte das Tor bei seinem Besuch im August desselben Jahres und genehmigte, dass es fortan nach ihm benannt wurde.
Das Tor selbst gliedert sich in die Maximilian-Philipp-Straße und leitet diese zum nördlichen Ende in die Wörishofener Straße über. Die Fassade besteht aus gelb gestrichenem Putz mit weißen Gliederungen. Symmetrisch angeordnet, weisen die Nord- und Südseite identische Gestaltungselemente auf. Zentrales Motiv ist der Rundbogen mit Archivolte und volutenförmigem Scheitelstein. Flankiert wird dieser von Pfeilermassen mit rechteckigen Durchgängen. Der Halbkreistonnengewölbebogen im Inneren zeigt Kassettendecken mit Rosetten. Über den Pfeilern befinden sich grüne Terrakotta-Lorbeerkränze, in denen das vergoldete Monogramm „L“ des Königs zusammen mit einer Krone angebracht ist. Abgeschlossen wird die Fassade durch einen Dreiecksgiebel, der von Gesimsen umrahmt wird und auf einem faszierten Architrav mit gefeldertem Fries ruht.
Das Ludwigstor verbindet somit nicht nur zwei wichtige Bauwerke in Türkheim – die Loretokapelle und das Schloss –, sondern zeugt auch von der architektonischen und kulturellen Bedeutung, die der Ort im 19. Jahrhundert hatte. Die erhaltenen Reste des früheren Arkadengangs an den Seiten des Tores erinnern an die ursprüngliche bauliche Verknüpfung der Anlagen. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,5 von 5 Sternen bei über 60 Bewertungen wird das Denkmal regelmäßig von Besucherinnen und Besuchern wahrgommen und gewürdigt.