Denkmal/Gedenkstätte

Großsteingrab Kruckow 3

17129 Kruckow

Highlights

  • Das Großsteingrab Kruckow 3 ist ein rekonstruierter Großdolmen der Trichterbecherkultur aus der Zeit 3500–2800 v. Chr.
  • Es liegt nordöstlich von Kruckow im Landkreis Vorpommern-Greifswald, nahe der B 110.
  • Die Kammer ist 6,8 Meter lang, trapezförmig und besitzt eine Vorkammer sowie erhaltene Trag- und Decksteine.

Tipps

  • Das Großsteingrab Kruckow 3 ist gut mit dem Auto erreichbar, Parken direkt am Gelände möglich.
  • Die Anlage ist teilweise rekonstruiert, bietet aber keine archäologischen Erläuterungen vor Ort.
  • Vier der ursprünglich 39 Einfassungssteine fehlen, der Großdolmen selbst ist jedoch weitgehend erhalten.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Großsteingrab Kruckow 3

Das Großsteingrab Kruckow 3 befindet sich im Ortsteil Kruckow des Landkreises Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Es zählt zu den bedeutenden archäologischen Denkmälern der Trichterbecherkultur und ist Teil einer ganzen Reihe megalithischer Anlagen in der Region. Die Anlage liegt unmittelbar nördlich der Bundesstraße 110, in unmittelbarer Nähe zur Grenze zum Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Die Struktur des Großsteingrabs entspricht einem trapezförmigen Hünenbett mit einer ost-west-orientierten Kammer, die in eine nord-süd-orientierte Einfassung eingebettet ist. Bei Ausgrabungen 1969 durch Adolf Hollnagel wurde das Grab rekonstruiert. Die Anlage verfügt über eine insgesamt etwa 6,8 Meter lange Kammer, die trapezförmig angelegt ist und im hinteren Teil eine Breite von 2,3 Metern aufweist. Hinzu kommt eine etwa zwei Meter lange Vorkammer, die 1,3 Meter breit ist. Sämtliche tragenden und deckenden Steine der Kammer sowie der Vorkammer sind erhalten, während der Verbindungsgang größtenteils seiner Steine beraubt ist.

Das Grab wurde sowohl von Trägern der Trichterbecherkultur als auch der Kugelamphorenkultur genutzt. In den Funden befanden sich unter anderem tierische und menschliche Knochen, darunter neun Schädel, sowie Leichenbrand und Holzkohle. Die archäologischen Beigaben umfassen unter anderem Scherben, Querschneider, Bernsteinperlen, Knochenanhänger, Klingen, Näpfe, Trichterschalen, Einzelgrabbecher, eine Kugelamphore, sowie verschiedene Werkzeuge wie Schlagsteine, Beile und Äxte. Diese Funde zeugen von einer komplexen Nutzung über einen längeren Zeitraum.

Die Einfassung des Hünenbetts besteht aus insgesamt 39 Steinen, von denen bis auf vier alle erhalten geblieben sind, einschließlich der charakteristischen Wächtersteine. Die südliche Fassade ist leicht konkav gebaut und besteht aus sechs in größeren Abständen stehenden Blöcken. Die Anlage gehört zu den architektonisch gut erhaltenen Großsteingräbern der nordischen Megalithkultur und zeigt typische Merkmale der megalithischen Bauweise der Jungsteinzeit.

Das Großsteingrab Kruckow 3 ist gut mit dem Kraftfahrzeug erreichbar, wobei eine bequeme Parkmöglichkeit vor Ort besteht. Das Denkmal selbst befindet sich in gutem Erhaltungszustand, bietet jedoch keine vor Ort verfügbaren Informationen oder Erläuterungen zur Archäologie und Geschichte. Es ist Teil eines größeren kulturellen und archäologischen Kontexts in Mecklenburg-Vorpommern, in dem zahlreiche weitere Großsteingräber erhalten geblieben sind.

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