Kath. Kirchenchor
Highlights
- Der katholische Kirchenchor in Tuttlingen singt traditionell in der Gallus-Kirche, der ältesten Pfarrkirche der Stadt seit 1869.
- Maria-Königin-Kirche (1963) im Westteil bietet mit Tauf- und Seitenkapelle sowie moderner Architektur Raum für Chorauftritte und Gottesdienste.
Tipps
- Die Besuchsdauer orientiert sich an den festgelegten Gottesdienstzeiten, die auf der offiziellen Website der Gesamtkirchengemeinde Tuttlingen veröffentlicht werden.
- Der historische Kirchenbau von 1869 zeigt architektonische Einflüsse aus der fränkischen Tradition und ist als älteste Kirche der Stadt erhalten.
- Die Taufkapelle und die Seitenkapelle mit Kreuzweg befinden sich hinter der Orgelempore und bieten Raum für individuelle Andachten oder Besinnung.
Eigenschaften
Katholischer Kirchenchor Tuttlingen – Kulturausflug
Der Kath. Kirchenchor in Tuttlingen ist ein bedeutender sakraler Ort, der tief in der Geschichte der Stadt verwurzelt ist. Die älteste Kirche Tuttlingens, geweiht den Heiligen Peter und Paul, geht auf den fränkischen Einfluss zurück und wurde bereits im Zusammenhang mit der Stadtgründung errichtet. Sie übernahm die Patrone der Reichenau, was auf die enge Verbindung zur Klosterkultur der Region hinweist. Die Kirche diente über Jahrhunderte als zentraler Anlaufpunkt für die katholische Gemeinde, deren Zahl im 19.
Mit dem Wachstum der Bevölkerung und den Veränderungen nach dem Zweiten Weltkrieg entstand im Westen Tuttlingens eine zweite Pfarrgemeinde unter dem Patrozinium Maria Königin. Die Planung für den Neubau begann 1957 mit der Gründung eines Kirchenbauvereins, der die Grundlage für den modernen Kirchenbau legte. 1963 wurde schließlich die Kirche Maria-Königin mit ihrem charakteristischen Gemeindezentrum fertiggestellt – ein Zeichen für die dynamische Entwicklung der katholischen Gemeinde in der Nachkriegszeit. Der Kirchenbau vereint traditionelle Elemente mit moderner Architektur, etwa durch die markanten Lichtwände am Eingangsbereich, die in Betonfachwerkart ausgeführt sind.
Im Inneren der Kirche fällt die sorgfältige Gestaltung auf: Neben der Orgelempore befindet sich eine Taufkapelle, die an die christliche Tradition der Taufe anknüpft, sowie eine Seitenkapelle mit einem Kreuzweg, der Gläubigen Raum für Andacht und Reflexion bietet. Die Kirche ist nicht nur ein Ort des Gottesdienstes, sondern auch ein Ort der Gemeinschaft, der die vielfältigen Lebensphasen der Gemeinde widerspiegelt. Besonders prägend war auch die Geschichte der Lagerkirche in der Mühlau, die während des Krieges für deutsche Kriegsgefangene errichtet wurde – ein Zeugnis der spirituellen Bedürfnisse in schwierigen Zeiten.
Die Kirche Maria Königin steht damit für die anhaltende Bedeutung des Katholizismus in Tuttlingen und zeigt, wie sich sakrale Architektur an die Bedürfnisse einer wachsenden Gemeinde anpasst. Ob als Ort der Andacht, der Feiern oder der Begegnung – der Kirchenchor bleibt ein zentraler Bezugspunkt für die katholische Tradition in der Region. Die Verbindung zur ältesten Kirche des Ortes unterstreicht zudem die Kontinuität des Glaubenslebens in Tuttlingen über die Jahrhunderte hinweg.