Museum

Römisches Bad (Wurmlingen)

Etterweg 3, 78573 Wurmlingen

Highlights

  • Die Anlage wurde im 2. Jahrhundert n. Chr. aus Fachwerk in Stein umgebaut und diente später als Gutshofbad.
  • Ein Schutzhaus ermöglicht ganzjährig Besuche bei jeder Witterung, ergänzt durch didaktisches Material für Schulklassen.

Tipps

  • Das römische Bad in Wurmlingen ist auch außerhalb der Öffnungszeiten von außen gut zu betrachten, da das Schutzhaus den Erhalt der Mauerreste sichert.
  • Für einen optimalen Besuch sollten die Öffnungszeiten im Voraus geprüft werden, um die Ausstattung und Geschichte des Bades vollständig zu erfahren.
  • Schulklassen können jederzeit Führungen buchen und erhalten didaktisches Material zur Vorbereitung und Nachbereitung des Besuchs.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Römisches Bad (Wurmlingen)

Das Römische Bad in Wurmlingen zählt zu den bedeutenden archäologischen Fundstellen im Landkreis Tuttlingen und bietet Einblicke in die Lebenswelt der Römerzeit. Die Anlage entstand im Zuge des Ausbaus einer römischen Siedlung und entwickelte sich zu einem Gutshofbad mit typischen Badeeinrichtungen. Obwohl es nicht die Dimensionen städtischer Thermen erreichte, verfügte es über alle wesentlichen Räumlichkeiten eines antiken Bades: Apodyterium (Umkleideraum), Tepidarium (lauwarmer Raum), Caldarium (Warmbad) und Frigidarium (Kaltwasserbecken). Die Beheizung der Räume erfolgte über ein Hypokaustum, eine römische Fußbodenheizung, von der hier noch deutliche Spuren erhalten sind.

Um die Funde und die Struktur des Bades dauerhaft zu schützen, wurde die archäologische Stätte mit einem Schutzhaus überdacht. Diese architektonische Lösung ermöglicht den Zugang zur Ausgrabungsstelle unabhängig von Witterungsbedingungen und trägt zur Erhaltung der Mauerreste bei. Die Besonderheit des Bades liegt nicht nur in seiner archäologischen Substanz, sondern auch in seiner Funktion als Lernort: Für Schulklassen stehen didaktische Materialien sowie Führungen zur Verfügung, die den Übergang von der römischen zur frühmittelalterlichen Zeit anschaulich machen. Thematisch reichen die Angebote von Alltagskultur über Wohnformen bis hin zu den Alamannen, die nach dem Ende der römischen Herrschaft die Region prägten.

Öffentliche Besuche sind zu bestimmten Zeiten möglich, wobei die regulären Öffnungszeiten vor Ort zu beachten sind. Gruppen können zudem individuelle Führungen nach Absprache buchen. Veranstaltungen wie der Tag des offenen Denkmals bieten zusätzliche Gelegenheiten, die Stätte zu erkunden. Auch außerhalb der Öffnungszeiten bleibt das Römische Bad durch das Schutzhaus sichtbar und ermöglicht einen Eindruck von der archäologischen Struktur. Besucher berichten, dass ein Besuch bei geöffneten Türen deutlich informativer und einladender sei, während auch ein spontaner Abstecher lohnenswert ist – insbesondere im Rahmen von Wanderungen oder Radtouren durch die Region.

Die Lage des Bades im Kontext der römischen Straßenverbindungen wird durch historische Karten verdeutlicht, darunter die Peutinger Karte, auf der wichtige Etappen der Römerstraße Neckar-Alb-Aare nachvollziehbar sind. Die Anbindung an touristische Routen unterstreicht die Bedeutung der Region als archäologisch und kulturhistorisch interessantes Ziel. Die Gemeinde Wurmlingen fungiert als Ansprechpartnerin für Besichtigungstermine und weitere Informationen. Der Förderverein Römisches Bad e. V. unterstützt die Pflege und den Erhalt der Stätte.

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