Naturschutzgebiet

Übachtal nördlich Merkstein einschließlich Heidberg und Floesser Büschchen

52531 Übach-Palenberg

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Übachtal nördlich Merkstein liegt in Herzogenrath, direkt südlich von Palenberg.
  • Es umfasst die Waldstreifen Heidberg und Flösser Büschchen sowie strukturreiche Grünlandflächen am Übach.
  • Seit 2003 unter Naturschutz steht das 23,3 Hektar große Gebiet im Fokus des Landschaftsschutzes.

Eigenschaften

Outdoor Entspannt Ganzjährig

Natur- und Schutzgebiete im Übachtal nördlich Merkstein inklusive Heidberg und F

Das Naturschutzgebiet „Übachtal nördlich Merkstein einschließlich Heidberg und Flösser Büschchen“ befindet sich im nordrhein-westfälischen Übach-Palenberg im Kreis Heinsberg. Es liegt nördlich der Kernstadt Herzogenrath und südlich des Stadtteils Palenberg. Das etwa 23,3 Hektar große Areal erstreckt sich entlang des Übachtals und umfasst bewaldete Talhänge sowie strukturreiche Grünlandbereiche in der Talsohle. Westlich des Gebiets verlaufen die Kreisstraße K 11 und die Landesstraße L 47, östlich die L 232. In unmittelbarer Nähe fließt der Wurm, ein Nebenfluss der Rur, entlang der Staatsgrenze zu den Niederlanden.

Das Gebiet wurde unter der Kennung ACK-098 unter Naturschutz gestellt, um die besondere ökologische Bedeutung des Übachtals langfristig zu erhalten. Zu den Schutzzielen zählt die Erhaltung und Entwicklung naturnaher Waldstandorte, insbesondere Eichen-Buchen-Altholzbestände, die als Relikte der potenziellen natürlichen Waldgesellschaft gelten. Auch die strukturreichen Grünlandflächen mit Hecken, Kopfbäumen und Einzelgehölzen sind Bestandteil des Schutzkonzeptes. Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung eines intakten Biotopverbunds innerhalb des Gewässersystems sowie auf der naturnahen Entwicklung des Übaches.

Im Übachtal dominieren verschiedene Waldtypen, darunter Buchen-, Eichen-Buchen- und Birkenwälder sowie kleinere Flächen aus Fichten-, Lärchen- und Roteichenmischbeständen. Teilweise finden sich auch reine Laubwaldflächen oder Gebüsche. Die Krautschicht im Wald ist je nach Lichtverhältnis und Bestandesalter unterschiedlich ausgeprägt und beherbergt unter anderem Arten wie Brombeere, Adlerfarn oder Hain-Rispengras. Im Talgrund werden die Flächen überwiegend als Weideland genutzt, das stellenweise von Hecken und Obstbäumen geprägt ist. Landschaftsbestimmend sind alte Einzelbäume, vor allem Eschen, Eichen und Hainbuchen, teils mit Efeu bewachsen oder als Kopfbäume angelegt.

Das Schutzgebiet schließt auch das als schützenswertes Biotop erfasste „Heidberg und Flösser Büschchen“ mit ein. Hier erstreckt sich ein etwa 100 Meter breiter Waldstreifen entlang des steilen Talhanges, der auf miozänen Sanden und Hauptterrassenschottern ohne Lössbedeckung liegt. Besonders bemerkenswert sind die teilweise bizarre Formen aufweisenden Altbäume an der Waldrandzone, die einen Stammdurchmesser von bis zu einem Meter erreichen können. Das Gewässer Übach ist an mehreren Stellen begradigt und teilweise unterirdisch verrohrt, soll jedoch im Rahmen von Renaturierungsmaßnahmen des Wasserverbandes naturnah umgestaltet werden.

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