Herkunftsgebiete der Steine
Eigenschaften
Über Herkunftsgebiete der Steine
Der „Usedomer Gesteinsgarten“ in Ückeritz zählt zu den besonderen Naturerlebnissen im Nordosten Deutschlands und lädt Besucher ein, die geologische Vielfalt der Eiszeit hautnah zu erleben. Als Landschaftsschutzgebiet gelegen am Forstamt Neu Pudagla zeigt die Anlage etwa 140 Findlinge, sogenannte Geschiebe, die während der letzten Eiszeit hierhergeschoben wurden. Diese Steine stammen nicht nur aus der direkten Region, sondern teilweise auch aus weiter entfernten Gebieten wie Finnland und Südschweden – einige haben sogar eine Reise von bis zu 1.000 Kilometern hinter sich. Jeder Stein ist mit einer Informationstafel versehen, die Herkunft, Alter und geologische Besonderheiten erläutert.
Ein beeindruckendes Exponat des Gesteinsgartens ist der sogenannte Nexösandstein, ein mächtiger Brocken mit einem Volumen von etwa 2,3 Kubikmetern und sichtbaren Spuren seiner langen Reise durch Jahrtausende. Der älteste Stein des Parks wird auf ein Alter von über zwei Milliarden Jahren geschätzt, während der schwerste mit etwa sieben Tonnen Gewicht ein eindrucksvolles Zeugnis der eiszeitlichen Kräfte darstellt. Die vielfältigen Gesteine und ihre anschauliche Erläuterung machen den Garten zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für Familien, Naturinteressierte und alle, die mehr über die Erdgeschichte erfahren möchten.
Die Anlage ist liebevoll angelegt und bietet mehrere Bänke zum Verweilen und Entdecken. Neben den geologischen Schätzen lädt ein Waldbistro mit kleinem Hofladen zum Verweilen ein, in dem man nicht nur Erfrischungen erhält, sondern auch regionale Produkte erstehen kann. Die gepflegte Atmosphäre und die ruhige Waldumgebung sorgen für eine angenehme und lehrreiche Umgebung. Mehrfach besucht und mit über 1.100 Bewertungen sowie einer durchschnittlichen Bewertung von 4,2 von 5 Sternen wird der Ort auch von Gästen geschätzt, die sowohl die informative Gestaltung als auch das Ambiente am Lagerfeuer loben.
Der Gesteinsgarten liegt günstig in der Nähe der B 111 und ist somit leicht erreichbar. Er ist Teil des Forstamts Neu Pudagla, das den gesamten deutschen Anteil der Insel Usedom umfasst. Die enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Geologische Wissenschaften der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald unterstreicht den wissenschaftlichen Wert der Ausstellung. Wanderinteressierte können den Besuch des Gesteinsgartens leicht mit anderen Ausflugszielen auf Usedom kombinieren, etwa mit dem nahegelegenen Schloss Pudagla, dem Strand von Ückeritz oder der malerischen Steilküste.