Kirche/Kloster

St. Vitus

Steubenstraße 70, 69121 Heidelberg

Highlights

  • St. Vitus ist die älteste Kirche Heidelbergs und wurde erstmals 774 urkundlich erwähnt.
  • Die Kirche gehört heute zur Erzdiözese Freiburg und ist Namenspatron der heilige Vitus.
  • 1933/34 wurde sie um 15 Meter nach Norden erweitert, der Chor wurde zur Seitenkapelle.

Tipps

  • Besucher finden die mittelalterlichen Wandbemalungen, Plastiken aus dem 17. Jahrhundert und Buntglasfenster besonders sehenswert.
  • Schöne alte Fresken hinter dem Eingang sowie Epitaphe der Handschusheimer Adligen sind beeindruckend.
  • Die Kirche ist die älteste Heidelbergs mit durchgehend belegter Nutzung und beeindruckender Architekturgeschichte.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Vitus

Die katholische Pfarrkirche St. Vitus in Heidelberg-Handschuhsheim zählt zu den historisch bedeutendsten Sakralbauten der Region. Als älteste erhaltene Kirche Heidelbergs ist sie ein architektonisches und kulturhistorisches Zeugnis kontinuierlicher Nutzung seit dem frühen Mittelalter. Die Kirche steht unter dem Patronat des heiligen Vitus, eines frühchristlichen Märtyrers, und gehört heute zur Seelsorgeeinheit Katholische Stadtkirche Heidelberg innerhalb der Erzdiözese Freiburg.

Die Baugeschichte der Kirche reicht weit zurück. Bereits im 8. Jahrhundert wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Nach einem romanischen Umbau im 11. Jahrhundert wurde sie im Jahr 1200 erweitert und erhielt ihre Form als dreischiffige Basilika. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Bauwerk mehrfach umgestaltet. So entstand im Spätmittelalter ein gotischer Chor, und im Zuge späterer Konflikte und politischer Veränderungen wurde die Kirche zeitweise simultan genutzt, ehe sie 1905 wieder alleinig der katholischen Gemeinde überlassen wurde.

Das Äußere der Kirche vermittelt einen eindrucksvollen Eindruck ihrer mittelalterlichen Herkunft. Der romanisch-gotische Glockenturm ragt gedrungen in die Höhe, während das Dach landschaftlich in die Umgebung eingebettet wirkt. Besonders vom ummauerten südlichen Kirchhof aus zeigt sich die Bausubstanz in ihrer ursprünglichen Ausstrahlung. Der heutige Haupteingang befindet sich im ehemaligen rechten Seitenschiff im Süden.

Das Innere beherbergt wertvolle Zeugnisse unterschiedlicher Epochen. Aus dem romanischen Bauwerk sind massive Säulen und einige Fresken erhalten geblieben. Im Laufe der Jahrhunderte kamen barocke Plastiken sowie farbige Buntglasfenster hinzu, die das Licht kunstvoll in den Raum lenken. Die Kirche verfügt zudem über beeindruckende Epitaphe der Handschusheimer Adelsfamilien sowie kunstvolle Wandmalereien, die Besucher*innen aufgrund ihrer detailreichen Gestaltung besonders ansprechen.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Kirchenraum erweitert und umstrukturiert. Die liturgischen Reformen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil führten in den 1970er Jahren zu einer Modernisierung der Ausstattung. Eine umfassende Renovierung in den 1980er Jahren brachte unter anderem eine neue Orgel. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,8 von 5 Sternen bei über 50 Bewertungen zählt St. Vitus zu den besonders geschätzten Kulturstätten der Region.

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