Das Memminger Tor Neu-Ulm
Highlights
- Das Memminger Tor in Neu-Ulm wurde 1844 bis 1850 erbaut und dient heute weiterhin als Durchgang im Festungswall.
- Es war ursprünglich zur Verteidigung gegen südwestliche Angriffe und zur Sicherung des Donauanschlusses gedacht.
- Das Werk ist vollständig erhalten, steht unter Denkmalschutz und gehört größtenteils der Stadt Neu-Ulm.
Tipps
- Das Memminger Tor ist ein historisches Bauwerk aus der Bundesfestung Ulm und dient heute weiterhin als Durchgangsstelle im Festungswall.
- Der Aufbau umfasst eine einspurige Toranlage, Wall, Graben und Donauanschluss, erhalten seit 1844.
- Das Gelände liegt entlang der Dammstraße am Donauufer und ist zu Fuß gut erreichbar.
Eigenschaften
Über Das Memminger Tor Neu-Ulm
Das Memminger Tor in Neu-Ulm ist ein historisches Bauwerk und Teil der ehemaligen Bundesfestung Ulm. Es liegt am Jahnufer der Donau entlang der Dammstraße und zählt zu den erhaltenen Elementen der großangelegten Befestigungsanlage, die im 19. Jahrhundert errichtet wurde. Das Tor dient heute weiterhin als Durchgangsstelle durch den Festungswall, wenngleich kein Wachsoldat mehr stationiert ist. Ursprünglich diente es der Zugangskontrolle sowie der Verteidigung gegen aus südwestlicher Richtung angreifende Truppen.
Das Werk wurde unter der Leitung von Oberleutnant Graf von Ysenburg erbaut und bot Platz für bis zu 82 Soldaten. Der Aufbau umfasst eine Mauer mit einer einspurigen Toranlage, einen Graben mit Künette, einen Donauanschluss zur Flutung, ein vorgelagertes Glacis sowie zwei Blockhäuser beidseits des Donauanschlusses. In den Jahren um 1881 erfolgte eine geringfügige Umrüstung, um eine neue Metall-Klappbrücke aufzunehmen. 1906 ging das Werk in städtisches Eigentum über. Mit Ausnahme des Mauerstücks zwischen Wallende und Donauufer sowie der privat genutzten Blockhäuser ist das Ensemble heute vollständig erhalten. Die Blockhäuser wurden im Zuge der Übernahme zu Wohngebäuden umgebaut.
Das Memminger Tor steht seit 1973 unter Denkmalschutz. Es ist ein Beispiel für die militärische Architektur des 19. Jahrhunderts und bildet einen kleinen, fast nahtlos in die heutige Bebauung integrierten Ausschnitt der ehemaligen Festungsanlage. Die historische Funktion des Tores wird durch seine räumliche Anbindung sowohl an die Halbbastion 9 als auch an benachbarte Werke wie die Courtine 8 im Süden und den Oberen Donauturm im Norden deutlich. Heute dient es als Zeugnis der stadtpolitischen und militärischen Geschichte der Region und lädt zur Betrachtung der technischen sowie architektonischen Details ein.
Gäste beschreiben das Tor als einen etwas versteckten, dennoch bemerkenswerten Teil der Festung, der sich unauffällig in die moderne Stadtlandschaft eingliedert. Die Bauweise und die erhaltene Substanz verdeutlichen den ursprünglichen Zweck des Tores als strategisches Element einer größeren Verteidigungsanlage. Die ruhige Lage am Donauufer verleiht dem Ort eine besondere Atmosphäre und lädt zur Auseinandersetzung mit der militärischen Vergangenheit der Stadt Neu-Ulm ein.