Denkmal/Gedenkstätte

Erinnerungszeichen für die Ulmer Opfer von NS-Zwangssterilisation und „Euthanasie“-Morden

Büchsengasse 13, 89073 Ulm

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Erinnerungszeichen für die Ulmer Opfer von NS-Zwangssterilisation und „Euthanasie“-Morden

Das „Erinnerungszeichen für die Ulmer Opfer von NS-Zwangssterilisation und ‚Euthanasie‘-Morden“ ist ein zentrales Denkmal in Ulm, das an die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Programme und der Zwangssterilisation erinnert. Es gilt als erstes Denkmal seiner Art in Deutschland und wurde von der renommierten Gestaltungsagentur Braun & Engels entworfen. Die Stiftung Erinnerung Ulm, Trägerin des Denkmals, setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 2003 dafür ein, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus in der Region wachzuhalten und bildet damit einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung und Demokratieförderung.

Das Denkmal selbst ist künstlerisch konzipiert und gleicht einem abgewickelten Band, das symbolisch für die Wiederkehr der Erinnerung steht. Es verweist auf die Verantwortung zukünftiger Generationen, solche Verbrechen nicht zu wiederholen. Die Formensprache lädt zur Auseinandersetzung ein und vermittelt gleichzeitig eine Botschaft der Mahnung. Es erinnert konkret an diejenigen Menschen aus Ulm und dem Landkreis, die aufgrund von Behinderung, Krankheit oder anderen nationalsozialistischen Kategorien verfolgt, sterilisiert oder ermordet wurden.

Die Stiftung Erinnerung Ulm wurde durch eine großzügige Schenkung des US-amerikanischen Künstlers Frank Stella initiiert, der bereits im Jahr 2000 Grafiken für die Sache spendete. Seitdem fördert die Stiftung verschiedene Projekte zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in der Region. Neben dem Erinnerungszeichen betreibt sie auch das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg (DZOK), einen zentralen Ort der Erinnerung, des Lernens und der Forschung zur Zeit des Nationalsozialismus in Ulm und Württemberg. Das Zentrum dokumentiert nicht nur die Verbrechen des Regimes, sondern auch die Geschichte der Verfolgten sowie des lokalen Widerstands.

Mit einem durchschnittlichen Google-Rating von 5,0 von 5 Sternen wird das Erinnerungszeichen regelmäßig als gelungenes und wichtiges Mahnmal wahrgenommen. Besucherinnen und Besucher würdigen insbesondere die künstlerische Form und die inhaltliche Aussagekraft des Denkmals. Es dient als Ort des Gedenkens, der Reflexion und des politischen Lernens – nicht nur für Ulmer Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für Besucher aus der ganzen Region.

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