Obere Donaubastion (Werk I)
Highlights
- Die Obere Donaubastion (Werk I) in Ulm entstand 1842–1875 als Teil der Bundesfestung und wurde 1875–1916 modernisiert.
- Seit 1974 wird das Werk durch den Förderkreis Bundesfestung Ulm ehrenamtlich restauriert, inkl. Rekonstruktion von Geschützen und Blockhäusern.
- Das versteckte Bauwerk liegt im Örlinger Tal nahe der Bahnlinie Ulm–Stuttgart und zeigt originale Wall- und Schießscharten.
Tipps
- Ein rollstuhlgerechter Parkplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe der Anlage und ermöglicht eine einfache Anreise für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen.
- Die historischen Festungsanlagen zeigen rekonstruierte Schießscharten und originalgetreue Innenräume, die Einblicke in die Bauweise des 19. Jahrhunderts bieten.
- Ein 3D-Gussmodell des Werk XXXII ergänzt die Ausstellung und verdeutlicht die strategische Bedeutung der Bundesfestung Ulm während ihrer Bauzeit.
Eigenschaften
Obere Donaubastion Ulm – Burgruine & Kulturausflug
Die Obere Donaubastion (Werk I) ist ein historisches Bauwerk der Bundesfestung Ulm und ein faszinierendes Zeugnis militärischer Architektur aus dem 19. Jahrhundert. Erbaut zwischen den Jahren 1842 und 1875 als Teil eines modernen Festungsnetzes, diente sie der Verteidigung der Stadt Ulm und der Sicherung der strategisch wichtigen Donaulinie. Die Anlage wurde später bis 1916 weiterentwickelt und modernisiert, um den Anforderungen des Deutschen Reiches gerecht zu werden. Heute ist sie ein einzigartiges Beispiel für die Festungsbaukunst dieser Epoche und ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes der Region.
Das Werk liegt versteckt im Örlinger Tal, direkt an der Bahnlinie zwischen Ulm und Stuttgart, und ist nur für Besucher zugänglich, die sich auf eine kleine Entdeckungsreise begeben. Die Anlage ist Teil eines größeren Festungsverbunds, der die Stadt Ulm vor möglichen Angriffen schützen sollte. Besonders beeindruckend sind die rekonstruierten Elemente wie das Festungsgeschütz, drei Mörser und ein 3D-Gussmodell des Werk XXXII, das seit 2025 Teil der Ausstellung ist. Diese Exponate geben Einblicke in die technische Ausstattung und taktische Bedeutung der Bastion.
Seit 1974 wird die Obere Donaubastion durch den Förderkreis Bundesfestung Ulm ehrenamtlich restauriert und gepflegt. Die Mitglieder des Vereins engagieren sich wöchentlich, um das Bauwerk zu erhalten – etwa durch die Sanierung der Stützmauern, die Rekonstruktion von Schießscharten oder die Instandsetzung der Wallanlagen. Besonders erwähnenswert ist die Wiederherstellung der Frontmauer mit einem neuen Zink-Titan-Blechdach sowie die Nachbildung interner Räume nach historischen Plänen. Diese Bemühungen sichern nicht nur das Denkmal, sondern machen es auch für Besucher erlebbar.
Ein Highlight der Anlage ist das rekonstruierte Blockhaus, das seit 2024 als Museum dient und Einblicke in die Lebensbedingungen und Verteidigungsstrategien der Soldaten bietet. Regelmäßige Führungen – etwa durch das benachbarte Fort Oberer Kuhberg – vertiefen das Verständnis für die Geschichte der Festung. Die Obere Donaubastion ist somit nicht nur ein technisches Monument, sondern auch ein Ort des lebendigen Denkmalschutzes, der Besucher zum Staunen und Lernen einlädt.
Dank der barrierefreien Anfahrt und des rollstuhlgerechten Parkplatzes ist sie auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität gut erreichbar. Die Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen und die Teilnahme am „Tag des offenen Denkmals“ unterstreichen den gesellschaftlichen Wert dieses einzigartigen Denkmals – ein Beweis dafür, wie engagierter Denkmalschutz Geschichte lebendig hält.