Museum

Conditorei-Museum

Marktstraße 26, 97241 Kitzingen-Etwashausen

Highlights

  • Das Conditorei-Museum bewahrt Original-Inventar und historische Dokumente aus dem 18.–19. Jahrhundert, darunter seltene Holzmodelle für Bildgebäcke.
  • Gegründet 1996 im Poganietz-Haus (erbaut 1556), zeigt das Museum die Tradition fränkischer Konditoreikunst seit 1722.
  • Renaissance-Fachwerk und barocke Raumgestaltung umgeben die Sammlung historischer Gewürzhandels- und Lebkuchen-Bäckerei-Exponate.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang zum Museum ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität eine ungehinderte Erkundung der historischen Räumlichkeiten.
  • Die Ausstellung zeigt originale Konditorei-Inventare und Holzmodelle aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die Einblicke in traditionelle Handwerkstechniken bieten.
  • Das Café im Museum bietet nach dem Rundgang die Möglichkeit, regionale Spezialitäten wie Lebkuchen oder fränkische Backwaren zu probieren und zu genießen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kitzingen-Etwashausen: Conditorei-Museum – Ausflug Kultur

Das Conditorei-Museum in Kitzingen-Etwashausen ist ein einzigartiges Zeugnis fränkischer Konditoren- und Lebküchnertradition, eingebettet in das historische Poganietz-Haus. Das prächtige Fachwerkgebäude am Kitzinger Marktplatz stammt aus dem Jahr 1556 und zählt zu den ältesten Bürgerhäusern der Region. Seine Renaissance-Fassade mit geschwungenen Andreaskreuzen und verziertem Schnitzwerk verkörpert die Meisterleistungen fränkischer Baukunst – ein Blickfang, der Besucher sofort in vergangene Zeiten entführt.

Seit 1722 beherbergte das Haus eine der ersten Lebküchereien der Stadt, die unter dem Namen „Lebkuchen-Bacherey“ und „Specerey-Handlung“ über Jahrzehnte hinweg Gewürze und süße Köstlichkeiten anbot. Die Familie Schmitt-Poganietz übernahm 1892 das Gebäude und bewahrte bis heute ein außergewöhnliches Erbe: Fast das gesamte Inventar der alten Konditorei sowie umfangreiche schriftliche Dokumente aus dem 19. Jahrhundert sind erhalten geblieben. Besonders beeindruckend ist die Sammlung historischer Holzmodelle für Bildgebäcke, die teilweise noch aus dem 18. Jahrhundert stammen und Einblicke in die handwerkliche Vielfalt vergangener Zeiten geben.

Ausgestellt werden die Schätze in den originalgetreu restaurierten Wohnräumen des zweiten und dritten Obergeschosses. Hier wurden Holz- und Stuckdecken freigelegt, um das barocke und renaissancezeitliche Interieur zu bewahren. Die Kombination aus gediegenem Kirschholz-Möbelwerk und den historischen Raumelementen schafft eine stimmungsvolle Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt. Das Museum dokumentiert nicht nur die Entwicklung der Konditoreikunst, sondern auch die Bedeutung der Lebküchereien als kulturelle und wirtschaftliche Zentren der Region.

Das Conditorei-Museum ist mehr als eine Ausstellung – es ist ein Archiv lebendiger Tradition. Durch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Konditorenbund und anderen Museen wurden weitere bedeutende Sammlungen aus ganz Deutschland erworben, die die Vielfalt der deutschen Konditorenhandwerkskunst widerspiegeln. Besonders hervorzuheben ist die sorgfältige Archivierung schriftlicher Zeugnisse, die zukünftigen Generationen von Konditoren als wertvolle Quelle dienen sollen. Wer sich für die Geschichte süßer Handwerkskunst begeistert, findet hier ein einzigartiges Stück regionaler Identität.

Nach dem Besuch der Ausstellungsräume lädt das angeschlossene Café zum Verweilen ein. Mit bis zu 60 Sitzplätzen bietet es die Möglichkeit, die erlebten Eindrücke mit einer kleinen Stärkung zu genießen – eine gelungene Verbindung von Kultur und Genuss. Das Conditorei-Museum in Kitzingen-Etwashausen ist damit nicht nur ein Muss für Geschichtsinteressierte, sondern auch für alle, die die Kunst der Back- und Konditoreigeschichte hautnah erleben möchten.

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