Denkmal/Gedenkstätte

Basispyramide

Föhringer Ring 1, 85774 Unterföhring

Highlights

  • Die Basispyramide in Unterföhring markiert einen Endpunkt der trigonometrischen Landvermessung von Bayern.
  • Sie wurde 1802 aus Tuffkalk erbaut und ist etwa fünf Meter hoch.
  • Die Pyramide trägt Inschriften zur Vermessungsgeschichte und ist mit kleinen Stahltürchen gesichert.

Tipps

  • Die Basispyramide in Unterföhring ist ein historisches Denkmal und kann zu Fuß oder mit dem Rad jederzeit besucht werden.
  • Die Pyramide ist Teil der ersten modernen Landesvermessung Bayerns und steht in Verbindung mit einer zweiten Pyramide in Aufkirchen.
  • Ursprünglich wurde die Pyramide beim Bau des Föhringer Rings etwas versetzt und steht nicht mehr an ihrem exakten Originalstandort.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Basispyramide

Die Basispyramide in Unterföhring ist ein bedeutendes Denkmal der bayerischen Vermessungsgeschichte und zählt zu den technikgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten im nordöstlichen Münchner Umland. Errichtet im frühen 19. Jahrhundert, markiert sie einen Eckpunkt der sogenannten Basislinie, welche für die erste moderne Landesvermessung des Freistaates Bayern grundlegend war. Diese Linie verlief über eine Strecke von mehr als 21 Kilometern zwischen Unterföhring und Aufkirchen und bildete die Grundlage für präzise topografische Kartenwerke, die unter maßgeblicher Beteiligung französischer Ingenieure nach napoleonischen Vorgaben entstanden.

Die Pyramide selbst besteht aus Tuffkalk und erhebt sich etwa fünf Meter über das Gelände. Sie weist eine Nische in Richtung Südwest bis Nordost auf, in der sich einst die Messvorrichtung befand. Diese war durch kleine Stahltüren gesichert, die bis heute erhalten geblieben sind. Am Sockel der Pyramide sind zwei Marmortafeln aus Untersberger Marmor angebracht, die in Sonnen- und Schattenrichtung jeweils historische Inschriften tragen. Diese Tafeln dokumentieren den Beginn der zwischen München und Aufkirchen im Jahr 1801 gemessenen Grundlinie. Die Pyramide steht innerhalb eines durch Steinsäulen und Stahlrohre abgegrenzten Bereichs, der sie vor direktem Zugang schützt.

Historisch gesehen entstand die Basispyramide im Zuge einer umfassenden Vermessungsaktion, die auf Anordnung des Kurfürsten Max IV. Joseph durchgeführt wurde. Auslöser war die Forderung Napoleons nach genauen Karten des bayerischen Territoriums. Die Arbeiten wurden vom Topographischen Bureau geleitet, einem Vorläufer des heutigen Bayerischen Landesvermessungsamtes. Die Basislinie, auch als „Base de la Goldach“ bekannt, wurde mit höchster Präzision vermessen und stellte einen Meilenstein in der Geschichte der Geodäsie dar. Die Länge der Strecke wurde damals mit 74.175 bairischen Schuh angegeben, was etwa 21.653,8 Meter entspricht.

Die Basispyramide ist das ganze Jahr über rund um die Uhr zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Sie steht in unmittelbarer Nähe zur Isar und im Blickfeld weiterer historischer Orientierungspunkte, darunter die Kirchturmspitze von Aufkirchen. Gäste berichten, dass das Denkmal zwar nicht mehr exakt an seinem ursprünglichen Standort verbleibt, da es beim Bau des Föhringer Rings leicht versetzt wurde, dennoch bleibt es ein markanter Bezugspunkt für die Vermessungsgeschichte Bayerns. Mit einem Durchschnittsbewertung von 4,5 von 5 Sternen wird das Objekt von Besucherinnen und Besuchern als lohnenswertes Kulturdenkmal wahrgenommen.

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