Heldendenkmal
Highlights
- Das Denkmal für das Infanterie-Regiment „von Goeben“ Nr. 28 wurde 1930 oder 1935 auf dem Helfenstein in Koblenz eingeweiht.
- Es erinnert an die gefallenen Soldaten des Regiments und zeigt heute nur noch den Sockel mit Gedenktafeln.
Tipps
- Das Denkmal befindet sich im Hof des Forts Helfenstein nahe der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz.
- Der Sockel des Denkmals ist heute als Gedenkstein erhalten, ursprünglich trug er eine lebensgroße Infanteristenfigur.
- Die Gedenktafel am Denkmal listet die Opferzahlen des Regiments aus verschiedenen Kriegsjahren.
Eigenschaften
Über Heldendenkmal
Das Heldendenkmal in Kerben, im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz, erinnert an die gefallenen Soldaten des Infanterie-Regiments „von Goeben“ Nr. 28. Es wurde in den 1930er Jahren, etwa fünfzig Jahre nach dem Tod des preußischen Generals August Karl von Goeben, auf dem Gelände des Forts Helfenstein in Koblenz errichtet. Das Denkmal steht heute im Hof der ehemaligen Festung Ehrenbreitstein und gilt als bedeutendes Kulturdenkmal mit regionaler und historischer Relevanz.
Ursprünglich zierte ein lebensgroßer Infanterist den Sockel des Denkmals, der in der Haltung verharrte, eine Handgranate zu werfen. Während der Nachkriegszeit wurde die Figur 1945 im Zuge von Denkmalsbereinigungen entfernt. Der verbliebene Sockel wurde 1960 von Soldaten des in Koblenz stationierten Panzergrenadierbataillons 142 restauriert. Heute trägt der Sockel anstelle der Figur eine Flammenschale. Auf der Frontseite ist eine Gedenktafel mit dem Eisernen Kreuz und dem Wappen des Regiments angebracht, flankiert von weiteren Inschriften, die die Opfer des Regiments aus verschiedenen Kriegsjahren auflisten.
Das Relief des Bildhauers von Hollweg zeigt einen „Sterbenden Soldaten mit Mutter“ und verleiht dem Denkmal eine zusätzliche emotionale Dimension. Auf der linken Seite des Sockels sind die Namen der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten verzeichnet. Die Rückseite des Denkmals trägt zwei weitere Tafeln, die die Betreuung durch das Panzergrenadierbataillon 142 sowie die Patenschaft des „Freundeskreis Koblenzer Stadtsoldaten“ dokumentieren, der seit 2005 für die Pflege des Ortes verantwortlich ist.
Das Heldendenkmal steht in einer ruhigen, historisch geprägten Umgebung und lädt zu einer Momenten des Nachdenkens ein. Die Atmosphäre des Ortes unterstreicht die Bedeutung der Gedenkstätte und ermöglicht einen respektvollen Umgang mit der Erinnerung an die Opfer vergangener Kriege. Die Lage innerhalb der Festungsanlagen von Koblenz verleiht dem Denkmal zudem einen landschaftlichen und militärgeschichtlichen Kontext, der für Interessierte der Regionalgeschichte von Bedeutung ist.