Burg Altweilnau
Highlights
- Burg Altweilnau liegt auf 390 m üNN in Weilrod und ist seit dem 13. Jh. belegt.
- Die Ruine umfasst einen Bergfried und einen gut erhaltenen Torturm aus dem Jahr 1340.
- Besucher können die Burganlage von April bis Oktober kostenfrei zwischen 10 und 19 Uhr besichtigen.
Tipps
- Der Bergfried ist begehbar und bietet einen schönen Ausblick über Altweilnau und die Umgebung.
- Neben dem Turm und der Stadtmauer gibt es wenig zu entdecken, aber die Atmosphäre ist dennoch sehenswert.
Eigenschaften
Über Burg Altweilnau
Die Burg Altweilnau liegt auf einem leicht erhöhten Gelände im Ortsteil Altweilnau der Gemeinde Weilrod im hessischen Hochtaunus. Ursprünglich im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt, zählt die Burganlage heute zu den bedeutenden kulturhistorischen Zeugnissen der Region. Erbaut wurde sie von den Grafen von Diez, die sich später auch als Grafen von Weilnau bezeichneten. Die Anlage diente über Jahrhunderte als Wohnsitz und Verteidigungsanlage, bis sie im Laufe der Zeit allmählich in Vergessenheit geriet und schließlich zu einer Ruine verfiel.
Heute sind von der einst mächtigen Burg vor allem der runde Bergfried und der gotische Torturm erhalten. Der Bergfried mit einer Grundfläche von 26 Metern Durchmesser sowie einer Mauerstärke von 2,25 Metern gilt als besonders gut erhalten und ist für Besucher begehbar. Über einen alten Steinaufgang sowie eine gusseiserne Wendeltreppe gelangt man zur Aussichtsplattform, von der aus ein weiträumiger Blick über das Weiltal bis hin zu den umliegenden Ortschaften möglich ist. Der Torturm, errichtet im 14. Jahrhundert, ragt mit einer Höhe von 26 Metern markant in den Himmel und war einst das Tor zur Burg – eine Funktion, die durch die kurze Zeit der verliehenen Stadtrechte an Altweilnau noch verstärkt wurde.
Die Burganlage verfügte ursprünglich über sieben Türme, von denen heute neben dem Bergfried und dem Torturm lediglich Teile der ehemaligen Stadtmauer erhalten sind. Im Nordosten ist ein etwa 14 Meter breiter, aus dem Felsen gesprengter Halsgraben zu erkennen, der vermutlich den ehemaligen Hauptzugang markierte. Der südöstliche Bereich der Anlage könnte einst den Palas beherbergt haben, der sich an die Ringmauer anschmiegte. In der unteren Ebene des Torturms sind noch Spuren des ursprünglichen Putzes aus Stroh, Dung und Lehm sichtbar, während in der zweiten Etage Bänke und ein Kaminabzug erhalten geblieben sind.
Seit den 1980er Jahren kümmert sich der Kultur- und Förderkreis Burg Altweilnau e.V. um die Pflege und Instandhaltung der Ruine. In dieser Zeit wurden unter anderem die ursprüngliche Mauerstärke des Torturms wiederhergestellt und die Konstruktion mit Hilfe von Betonstahl am Felsen befestigt. Die Burg ist zwischen April und Oktober täglich von morgens bis abends kostenfrei zugänglich. Auf dem Gelände laden Sitzbänke, Tische sowie ein kleiner Kräutergarten zum Verweilen ein. Ein sogenannter Wunschbaum bietet zudem die Möglichkeit, persönliche Gedanken und Träume niederzuschreiben und zu bewahren.