Kali-Bergbaumuseum
Highlights
- Das Kali-Bergbaumuseum in Uslar-Volpriehausen zeigt die Geschichte des Kalisalzbergbaus von 1895 bis 1960.
- Es informiert über die Entstehung der Salze, Bergbau-Technik und die ehemalige Heeresmunitionsanstalt.
- Besucher finden eine umfangreiche Mineraliensammlung und Ausstellungen zur regionalen Bergbaugeschichte.
Tipps
- Das Museum ist samstags von März bis Oktober geöffnet, Eintritt ist frei, Spenden werden gerne angenommen.
- Führungen für Gruppen sind ganzjährig nach Vereinbarung möglich, Anmeldung unter den angegebenen Kontaktdaten.
- Das Museum zeigt die Geschichte des Kalibergbaus in Südniedersachsen mit Fokus auf Volpriehausen und die Nutzung des Werkes als Munitionsanstalt.
Eigenschaften
Über Kali-Bergbaumuseum
Das Kali-Bergbaumuseum in Uslar-Volpriehausen widmet sich der Geschichte des Stein- und Kalisalzbergbaus in der Region. Es wurde 1985 vom Heimatverein Volpriehausen e. V. gegründet und zählt damit zu den ersten Museen in Deutschland, die sich gezielt diesem Thema widmen. Die Ausstellung erstreckt sich auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern und gliedert sich in verschiedene Themenbereiche, die die Entwicklung des Bergbaus von den Anfängen bis in die Neuzeit darstellen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Kalibergbau im südlichen Niedersachsen zwischen Ende des 19. und Mitte des 20. Jahrhunderts sowie auf der Nutzung des stillgelegten Bergwerks „Wittekind“ als Heeresmunitionsanstalt der Wehrmacht.
Die Sammlung umfasst zahlreiche Exponate, darunter eine umfangreiche Mineraliensammlung mit Proben aus verschiedenen europäischen Ländern und Übersee. Anhand von Modellen, Werkzeugen, historischen Fotografien und dokumentarischen Darstellungen wird die Arbeit unter Tage sowie im Übertagebereich anschaulich vermittelt. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch der Tradition der Bergleute, der Entstehung der Salze und der Rolle des Kalisalzes als wichtiger Naturdünger, dessen Bedeutung für die moderne Landwirtschaft eng mit den Forschungen von Justus von Liebig und Adolf Frank verknüpft ist. Eine Sonderausstellung widmet sich zudem der Kristallglashütte Ernst Buder, die eng mit der regionalen Industriegeschichte verbunden war.
Das Museum befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude, das bis 1906 als Schule und Lehrerwohnung genutzt wurde. Seit seiner Eröffnung wird es ehrenamtlich vom Heimatverein Volpriehausen betrieben und gepflegt. Die ehrenamtliche Führung des Museums ermöglicht einen persönlichen und informativen Zugang zur Ortsgeschichte. Zahlreiche erhaltene Gebäude und industrielle Kulturdenkmäler im Ort zeugen noch heute von der einstigen Bedeutung des Salzbergbaus für Volpriehausen und die umliegende Region. Interessierte können an Führungen teilnehmen, die je nach Gruppengröße und Jahreszeit angeboten werden. Einzelbesuche sind kostenfrei, Spenden zur Unterstützung des Museumsbetriebs werden gerne entgegengenommen.
Das Kali-Bergbaumuseum ist ein Ort, der die technische, wirtschaftliche und soziale Geschichte der Region sichtbar macht. Es vermittelt nicht nur Wissen über den Bergbau, sondern auch über die Lebenswelt der Menschen, die hier einst unter Tage und über Tage tätig waren. Die enge Verzahnung von Regionalgeschichte, ehrenamtlichem Engagement und kulturhistorischem Erbe macht das Museum zu einem informativen und authentischen Zeitzeugen der industriellen Entwicklung im Landkreis Eichsfeld und darüber hinaus.