Co-Labor
Highlights
- Co-Labor Weimar verbindet Architektur, Gärtnerei und Denkmalpflege – alle Planungen entstehen im direkten Austausch mit lokalen Expert*innen.
- Seit 2021 entsteht der Holzpavillon als temporäre Begegnungsfläche zwischen Schloss und Park, gestaltet mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Nutzer*innenfreundlichkeit.
- Kooperationen mit Schulen wie dem Otto-Hahn-Gymnasium fördern fächerübergreifende Projekte zu Weimarer Klassik, Erinnerungskultur und Demokratiegeschichte.
Tipps
- Der Holzpavillon auf dem Vorplatz des Schlosses bietet eine temporäre Begegnungsfläche mit Bezug zum Themenjahr ‚Neue Natur‘ und lädt zum Verweilen ein.
- Die jährlichen Kontrollen des Baumbestands sichern die Stabilität der Grünflächen und ermöglichen eine nachhaltige Nutzung der Terrassenbereiche.
- Das Kooperationsprogramm mit Schulen fördert fächerübergreifende Projekte, insbesondere zu Literatur-, Kunst- und Musikgeschichte sowie Erinnerungskultur.
Eigenschaften
Co-Labor Weimar: Kulturzentrum für Ausflüge
Das Co-Labor in Weimar ist ein innovatives Kulturzentrum, das sich als lebendiger Begegnungsort zwischen Schloss und Park an der Ilm positioniert. Im Mittelpunkt steht ein einzigartiger Holzpavillon, der 2021 im Rahmen des Themenjahres *„Neue Natur“* am Tempelherrenhaus entstand und 2022 auf den Vorplatz des Schlosses versetzt wurde. Die Architektur des Pavillons entstand in enger Zusammenarbeit mit Gärtnerinnen und Gärtnern der Denkmalpflege – ein Beispiel für partizipative Gestaltungsprozesse, bei denen nicht nur Planung, sondern auch praktische Umsetzung und Nutzung im Vordergrund stehen. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, der zum Verweilen, Austausch und gemeinsamen Erleben einlädt, ohne klassische Architekturvorstellungen zu kopieren.
Besonders charakteristisch ist die Arbeitsweise des Co-Labor: Hier wird Architektur nicht als statisches Projekt, sondern als dynamischen Prozess verstanden. Regelmäßige Kontrollen des Baumbestands und angepasste Pflege zeigen, wie Natur und menschliche Gestaltung im Dialog stehen. Die Angebote des Kulturzentrums entwickeln sich kontinuierlich weiter – inspiriert von den Bedürfnissen der Besucherinnen und Besucher sowie den historischen und kulturellen Schätzen Weimars. Durch diese flexible Herangehensweise wird das Co-Labor zu einem Ort, der sich ständig neu erfindet und dabei die Verbindung von Tradition und Moderne lebt.
Ein zentraler Fokus des Co-Labor liegt auf der Vermittlung von Kultur und Geschichte, insbesondere durch Kooperationen mit Schulen aus dem In- und Ausland. Seit Jahren arbeitet die Klassik Stiftung Weimar mit Partnereinrichtungen wie dem Otto-Hahn-Gymnasium Göttingen oder dem Grimmelshausen-Gymnasium Offenburg zusammen, um fächerübergreifende Projekte zu realisieren. Themen wie die Weimarer Klassik, Erinnerungskultur oder die Geschichte der Weimarer Republik werden dabei mit modernen Methoden vermittelt – etwa durch digitale Formate oder projektorientierte Exkursionen. Auch das Collège Episcopal Saint-Etienne Straßburg und das Gymnasium Syke nutzen den außerschulischen Lernort Weimar, um Literatur, Kunst und Musikgeschichte lebendig zu erleben.
Das Co-Labor verbindet damit nicht nur Architektur und Natur, sondern auch Bildung und Kultur auf einzigartige Weise. Durch die Zusammenarbeit mit Schulen und lokalen Akteurinnen und Akteuren entsteht ein Raum, der Geschichte greifbar macht und gleichzeitig Raum für neue Ideen bietet. Ob durch Zeitzeugenprojekte wie *„Schloss-Geschichten“* – bei denen Erinnerungen an das Weimarer Schloss gesammelt werden – oder durch partizipative Gestaltungsprozesse: Hier wird Kultur zum gemeinsamen Erlebnis, das alle Generationen einbezieht. Ein Ort, der zeigt, wie Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können.