Franz-Radziwill-Haus
Highlights
- Das Haus ist eines der wenigen Künstlerhäuser in Deutschland und widmet sich seit 1986 dem Werk von Franz Radziwill.
- In Kooperation mit der Universität Oldenburg entsteht ein Bildungsprojekt zu ökologischen Themen, inspiriert von Radziwills Werken.
Tipps
- Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 12 Euro, für Schüler und Studenten 9 Euro.
- Aktuelle Ausstellung „Himmel und Meer – Radziwills Seestücke“ läuft vom 29.3.2026 bis 10.1.2027.
- Öffnungszeiten: Mi–Fr 15–18 Uhr, Sa/So/Feiertag 11–18 Uhr; eingeschränkt vom 1.11. bis 23.12.2026.
Eigenschaften
Über Franz-Radziwill-Haus
Das Franz-Radziwill-Haus in Varel-Dangast ist ein kultureller Anziehungspunkt im Landkreis Friesland, Niedersachsen, und widmet sich dem Werk des expressionistischen Malers Franz Radziwill. Es fungiert als Galerie und Archiv und zeigt wechselnde Ausstellungen, die verschiedene Schaffensphasen und Themen des Künstlers aufgreifen. Die Räumlichkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Nordsee und bieten ein authentisches Umfeld, das Radziwills künstlerische Auseinandersetzung mit der maritimen Landschaft und der Natur widerspiegelt.
Die Einrichtung entstand auf Initiative der Familie des 1983 verstorbenen Künstlers und wurde 1987 als eines der wenigen Künstlerhäuser in Deutschland eröffnet. Seitdem trägt der Verein Franz Radziwill Gesellschaft e.V. den Gedanken des Malers in die Gegenwart, indem er dessen Werk im Kontext aktueller gesellschaftlicher und ökologischer Fragestellungen präsentiert. Die Ausstellungen basieren überwiegend auf Leihgaben aus Privatbesitz und Museen und werden meist durch wissenschaftliche Kataloge begleitet.
Thematisch spannt das Programm einen Bogen von Landschaften und Stillleben bis hin zu gesellschaftskritischen und naturphilosophischen Inhalten. In der aktuellen Ausstellung „Himmel und Meer – Radziwills Seestücke“ stehen maritime Motive im Fokus, die den Künstler als frühen Mahner um den Schutz der Natur erkennen lassen. Diese Schau ist Teil eines langfristigen Ökologie-Projekts und bildet zugleich den Höhepunkt des vierzigsten Jubiläums der Gesellschaft.
Neben der Betrachtung der Werke bietet das Haus Raum für kulturelle Veranstaltungen wie Vorträge, Lesungen und Workshops, die sich mit transdisziplinären und bildungstheoretischen Ansätzen beschäftigen. Ein Beispiel hierfür ist ein internationales Bildungsprojekt mit der Universität Oldenburg, das Jugendliche in Südafrika durch künstlerische und biologische Methoden für den Schutz maritimer Ökosysteme sensibilisiert.