Denkmal/Gedenkstätte

Dicke-Ibach-Treppe

42275 Wuppertal

Highlights

  • Die Dicke-Ibach-Treppe in Wuppertal-Barmen ist eine denkmalgeschützte Freitreppenanlage aus dem Jahr 1897.
  • Gestiftet von Friedrich Wilhelm Dicke und Peter Adolph Rudolph Ibach, führt sie zur Joseph-Haydn-Straße und ins Ringeltal.
  • Die Treppe wurde 2002 nach einer fünfjährigen Sanierung mit zwei Millionen Mark wiedereröffnet.

Tipps

  • Bei Rhododendronblüte ist die Treppe besonders fotogen und ideal für Hochzeitsfotos.
  • Die Treppe ist ein geschütztes Baudenkmal mit gotischem Stil und Burganmutung – gute Gelegenheit für Architekturfotografie.
  • Kleine Pause im turmartigen Pavillon bietet Raum für Ruhe und einen Blick über das Ringeltal.

Eigenschaften

Outdoor Bildung Romantisch Kulturell Ganzjährig

Über Dicke-Ibach-Treppe

Die Dicke-Ibach-Treppe zählt zu den bedeutenden kulturhistorischen Denkmälern der Stadt Wuppertal und befindet sich im Stadtteil Barmen. Als Teil der Barmer Anlagen fungiert sie als repräsentabler Zugang zum Ringeltal und verbindet das Gelände mit der höher gelegenen Joseph-Haydn-Straße. Das Bauwerk wurde im späten 19. Jahrhundert von den Vereinsmitgliedern Friedrich Wilhelm Dicke und Peter Adolph Rudolph Ibach gestiftet und steht seitdem als Zeugnis der Gründerzeitarchitektur unter Denkmalschutz. Die stilistischen Elemente der Treppe orientieren sich an Formen der Burgenarchitektur und Gotik, was für die Gestaltung öffentlicher Parkanlagen jener Epoche typisch ist.

Die Anlage besteht aus einer dreiläufigen Freitreppe mit einem gegenläufigen Richtungswechsel, wodurch ein z-förmiger Grundriss entsteht. Zwischen dem unteren Podest und den beiden oberen Treppenabschnitten erheben sich Mauern, die eine burgähnliche Aussichtsplattform tragen. Innen befindet sich ein turmartiger Pavillon, der das Ensemble optisch und architektonisch abrundet. An der Westwand unterhalb des Türmchens erinnert eine Gedenktafel an die Stifter des Bauwerks. Ursprünglich zierte ein Bronzerelief des Berliner Bildhauers Reinhold Kuebart die Treppe, das Motiv „Christus heilt ein mißhandeltes Tier“ zeigt. Das Werk wurde 2006 durch unbekannte Täter entwendet und später zerstört aufgefunden. Heute befindet sich an dieser Stelle eine wetterfeste Metallplatte mit einer Reproduktion des Reliefs.

Die Treppe ist nicht nur wegen ihrer architektonischen Qualität von Bedeutung, sondern auch als kultureller und landschaftlicher Knotenpunkt innerhalb der Barmer Anlagen. Die umliegende Parklandschaft wird von Besucherinnen und Besuchern als gepflegt und ansprechend wahrgenommen. Besonders zur Rhododendronblüte erfreut sich die Anlage großer Beliebtheit, da die farbenfrohen Blütenpracht die historische Treppe zusätzlich in Szene setzen. Die Stimmung wird dabei oft als romantisch beschrieben, weshalb die Dicke-Ibach-Treppe auch für Fotografien bei Hochzeiten oder Liebespaaren gerne aufgesucht wird.

Nach jahrelangem Verfall wurde das Ensemble von 1997 bis 2002 umfassend saniert. Die aufwendige Restaurierung erfolgte durch Spenden, Zuschüsse und ein Benefizkonzert und kostete rund zwei Millionen Mark. Trotz erneuter Vandalismusfälle im Jahr 2004 steht die Treppe heute wieder in ihrer ehemaligen Pracht und zieht regelmäßig positive Resonanz aus der Öffentlichkeit. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,3 von 5 Sternen bei nahezu 180 Bewertungen zählt sie zu den gut bewerteten Kulturdenkmälern in Wuppertal.

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