Bergische Gartenarche
Highlights
- Die Bergische Gartenarche rettet alte Kulturpflanzen und sichert die genetische Vielfalt für zukünftige Generationen.
- Sie fördert den Anbau seltener Landsorten durch Patenschaften und Bildungsarbeit im Bergischen Land.
- Interessierte können eigene alte Pflanzensorten teilen und zur Erhaltung beitragen.
Tipps
- Besucher können alte Gemüsesorten und Zierpflanzen mitbringen, um diese in der Arche zu vermehren und zu erhalten.
- Interessierte dürfen Schaugärten besuchen, um regionale Pflanzenvielfalt kennenzulernen und zu fördern.
- Gartenfreunde können Patenschaften für seltene Pflanzensorten übernehmen und zur Erhaltung beitragen.
Eigenschaften
Über Bergische Gartenarche
Die Bergische Gartenarche ist eine Initiative im Bergischen Land, die sich dem Erhalt alter Nutz- und Zierpflanzen widmet. Mit Sitz in Wuppertal-Elberfeld-West im Oberbergischen Kreis setzt sie sich dafür ein, regionale Pflanzenvielfalt langfristig zu sichern. Im Fokus stehen vor allem alte Landsorten, deren Anbau und Verbreitung bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurückreicht. Diese Sorten, einst in heimischen Gärten weit verbreitet, gerieten im Zuge der Industrialisierung und der Standardisierung von Saatgut zunehmend in Vergessenheit.
Die Arbeit der Bergischen Gartenarche umfasst das Aufspüren historischer Pflanzen, deren Sicherung sowie die anschließende Verbreitung durch Patenschaften. Ziel ist es, alte Sorten wieder in die Gärten der Region zurückzuholen und damit genetische Vielfalt für zukünftige Generationen zu bewahren. Dazu gehören Gemüsesorten wie der Wölle Pitter oder das Schlachtschwert ebenso wie Ziergehölze, Stauden und Kräuter. Besondere Bedeutung kommt der lokalen Geschichte der Pflanzen zu – mit dem Sammeln von Anekdoten, alten Namen und Anbauweisen wird auch das kulturelle Erbe dokumentiert.
Die Bergische Gartenarche verfolgt das Prinzip „Global denken – lokal handeln“ und engagiert sich sowohl regional als auch überregional für den Pflanzenerhalt. Sie kooperiert mit verschiedenen Initiativen, Vereinen und Institutionen, die ähnliche Ziele verfolgen. Veranstaltungen wie Pflanzentauschbörsen oder Informationsveranstaltungen im Freilichtmuseum Lindlar bieten Gelegenheiten zum Austausch und zur Sensibilisierung. Interessierte können eigene alte Pflanzen zur Vermehrung anbieten oder als Paten oder Pate eine Sorte aktiv unterstützen.
Die Initiative fungiert als Bindeglied zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen – von Gartenfreunden über Naturschützer bis hin zu regionalen Institutionen. Durch die Kombination von praktischer Gartenarbeit, Bildungsarbeit und Vernetzung trägt sie dazu bei, biologische und kulturelle Vielfalt im ländlichen wie im urbanen Raum sichtbar und erlebbar zu machen. Die Bergische Gartenarche dokumentiert zudem regelmäßig aktuelle Entwicklungen im Bereich Pflanzenerhalt und fördert den Dialog über nachhaltigen Umgang mit genetischen Ressourcen.