Schauraum Wachszinshaus
Highlights
- Der Schauraum Wachszinshaus in Hattingen zeigt seit 1972 zeitgenössische Kunst mit Fokus auf gesellschaftskritische Themen wie ‚Kunst gegen Rechts‘.
- Seit 2025 präsentiert der Raum Ausstellungen wie ‚An der Frau‘ (Dietmar Jäkel) oder ‚Vis à vis‘ (Ike Vogt & Harald Hilscher) als Dialogplattform für Kunst und Dialog.
- Als Kunstgalerie verbindet der Schauraum historische Räume mit modernen Ausstellungen, etwa zu Essener Künstlern wie Andreas Titzrath oder Dietmar H.
Tipps
- Der Schauraum Wachszinshaus bietet einen ruhigen und lichtdurchfluteten Raum, der sich für eine konzentrierte Auseinandersetzung mit den ausgestellten Werken eignet.
- Ein besonderer Fokus liegt auf der Präsentation zeitgenössischer Künstler wie Dietmar Jäkel, deren Werke durch subtile Farbgestaltung und emotionale Tiefe überzeugen.
Eigenschaften
Kunst & Kultur im Schauraum Wachszinshaus Hattingen
Der Schauraum Wachszinshaus in Hattingen ist ein lebendiges Kulturzentrum und eine bedeutende Kunstgalerie, die sich als Ort des Dialogs und der künstlerischen Auseinandersetzung etabliert hat. Seit seiner Gründung steht der Raum für zeitgenössische Ausstellungen, die gesellschaftliche Themen aufgreifen und durch Kunst eine kritische Reflexion anregen. Besonders bekannt ist das Wachszinshaus für seine engagierten Schauen, die oft gesellschaftspolitische Debatten in den Fokus rücken – etwa mit der Reihe „Kunst gegen rechts“, an der auch der Autor selbst beteiligt war. Diese Ausstellungen verbinden künstlerische Positionen mit musikalischer oder literarischer Begleitung, wie etwa in Berlin durch den Liedermacher Hannes Wader, und schaffen so eine einzigartige Atmosphäre des Austauschs.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Verbindung von Kunst und gesellschaftlicher Verantwortung. Der Raum wirkt bewusst entspannend und einladend, was die Besucher*innen zum Verweilen und Nachdenken einlädt. Aktuell zeigt das Wachszinshaus unter dem Titel „Ja geht’s noch“ eine Serie des Essener Malers Dietmar Jäkel. Die Werke der Serie „An der Frau“ erkunden Schönheit, Verführung und Glücksversprechen – ohne die Fragen jedoch abschließend zu beantworten. Jäkel, seit 1983 als freischaffender Künstler tätig, präsentiert hier eine intime und vielschichtige Betrachtung menschlicher Beziehungen, die zum Nachdenken über gesellschaftliche Normen und individuelle Wahrnehmung anregt.
Neben Einzelausstellungen bietet das Wachszinshaus auch Raum für Dialogprojekte wie „Vis à vis“, bei dem Werke von Ike Vogt und Harald Hilscher in einem direkten Gegenüberstellungskonzept präsentiert werden. Die Ausstellung nutzt die räumliche Nähe der Galerieräume und der angrenzenden St. [Name nicht genannt], um Besucher*innen zum Vergleich und zur Auseinandersetzung mit den Kunstwerken zu ermutigen. Diese Form des „gegenseitigen Anblicks“ soll unerwartete Einsichten und Gespräche zwischen den Gästen fördern – ein zentrales Anliegen des Schauraums, der sich als Plattform für Entdeckung und Reflexion versteht.
Ein weiteres Beispiel für die Bandbreite des Programms ist die Ausstellung „Aus der Traum“ von Andreas Titzrath aus Essen. Die dargestellten Figuren scheinen das Lachen verloren zu haben, was auf eine melancholische oder kritische Haltung gegenüber gesellschaftlichen Realitäten hinweist. Solche Ausstellungen unterstreichen die Rolle des Wachszinshauses als Ort, der nicht nur Kunst zeigt, sondern auch Stimmungen und Diskurse sichtbar macht. Ob durch provokante Titel, persönliche Serien oder dialogische Präsentationen – der Schauraum bleibt ein Ort, der Kunst als Spiegel und Impulsgeber für die Gegenwart versteht.
Wer sich für zeitgenössische Kunst mit gesellschaftlichem Bezug interessiert, findet im Wachszinshaus eine inspirierende Umgebung. Die Ausstellungen sind bewusst offen formuliert, lassen Raum für Interpretation und laden dazu ein, sich selbst eine Meinung zu bilden. Ob als Besucher*in oder als Teil eines lebendigen Kulturlebens in Hattingen – der Schauraum Wachszinshaus bleibt ein Ort, der Kunst erlebbar und diskussionswürdig macht.