Kirche/Kloster

St. Gangolfus

52391 Vettweiß

Highlights

  • St. Gangolfus in Soller ist eine romanische Filialkirche aus dem 11./12. Jahrhundert und seit 2010 Teil der Pfarre St. Marien Vettweiß.
  • Die Kirche beherbergt einen neoromanischen Hochaltar, zwei Nebenaltäre, eine Kanzel aus 1905 und Fenster von Jakob Schwarzkopf aus 1982.
  • Neben der Kirche steht eine 1895 erbaute Lourdes-Grotte, zur Marien-Oktav im September finden dort Pilgerfahrten statt.

Tipps

  • Besucher finden die Kirche St. Gangolfus in Soller, einem Ortsteil von Vettweiß, direkt neben der Lourdes-Grotte.
  • Die spätgotische Kirche verfügt über einen neoromanischen Hochaltar, zwei Nebenaltäre und eine Kanzel aus dem Jahr 1905.
  • Im September findet eine Marien-Oktav mit Pilgerzug zur Lourdes-Grotte statt.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Gangolfus

Die römisch-katholische Kirche St. Gangolfus befindet sich im Ortsteil Soller der Gemeinde Vettweiß im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen. Sie ist dem hl. Gangolf geweiht und zählt als Filialkirche zur Pfarre St. Marien, Vettweiß. Die Kirche ist unter der Nummer Sol-5 in die Liste der Baudenkmäler in Vettweiß aufgenommen und zeugt von einer langen baugeschichtlichen Entwicklung vom 11. bis ins 16. Jahrhundert.

Der älteste Teil des Gotteshauses ist der romanische Chor, der auf das 11. oder 12. Jahrhundert zurückgeht. Das Langhaus sowie der Glockenturm entstanden im Laufe des 16. Jahrhunderts in spätgotischer Bauweise. Im Jahr 1714 erfolgte eine barocke Umgestaltung des Innenraums. Historisch gesehen befand sich der Zehnt von Soller bereits seit dem Jahr 1110 im Besitz der Kölner Abtei Groß St. Martin, die dann 1255 auch die Kirche St. Gangolf inkorporierte. Seit 2010 ist St. Gangolfus keine eigenständige Pfarrgemeinde mehr, sondern wurde in die neue Pfarre St. Marien, Vettweiß, integriert.

Die Innenausstattung der Kirche umfasst einen neoromanischen Hochaltar sowie zwei passende Nebenaltäre und eine Kanzel, die alle im Jahr 1905 entstanden. Über dem Bogen zwischen Chor und Langhaus befindet sich eine Wandmalerei, deren Ursprung vermutlich um das Jahr 1900 liegt. Die Fenster stammen von Jakob Schwarzkopf und wurden 1982 geschaffen. Diese Elemente prägen das Erscheinungsbild des Gotteshauses und spiegeln verschiedene Epochen der kirchlichen Kunst wider.

Direkt neben der Kirche steht eine Lourdes-Grotte, die 1895 errichtet wurde. Jährlich im September findet anlässlich der Marien-Oktav eine Pilgerfahrt zur Grotte statt. Im Glockenturm befinden sich drei Bronzeglocken unterschiedlicher Herkunft. Zwei davon sind Leihglocken aus ehemaligen deutschen Ostgebieten, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Soller gelangten. Die ursprüngliche Glockenlage bestand vor 1921 aus drei Glocken, die später für Kriegszwecke eingeschmolzen wurden. Die heutige Glocke 1 war damals die kleinste von ihnen.

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