Denkmal/Gedenkstätte

Leuchtturm Rheinquelle

Oberalppass, 90754 Via Gionda 1

Highlights

  • Der Leuchtturm Rheinquelle ist ein originaler Turm aus Rotterdam, ursprünglich als touristische Attraktion mit Schiffsanbindung konzipiert.
  • Seit 2015 sichert die Stiftung Leuchtturm Rheinquelle Betrieb und Unterhalt des historischen Objekts mit barrierefreien Einrichtungen wie rollstuhlgerechtem WC und Parkplatz.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Parkplatz ermöglicht eine einfache und barrierefreie Anreise für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen.
  • Die beiden thematisch unterschiedlichen Ausstellungen von Ursula Stalder bieten Einblicke in ihre langjährige Arbeit mit Fundobjekten und maritime Motive.
  • Der Leuchtturm aus Rotterdam zeigt historische Architektur und verbindet maritime Tradition mit alpiner Umgebung durch die Stiftung Leuchtturm Rheinquelle.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Leuchtturm Rheinquelle – Kulturdenkmal in Via Gionda 1

Der Leuchtturm Rheinquelle in Via Gionda 1 ist eine einzigartige Sehenswürdigkeit, die Kultur, Geschichte und moderne Kunst auf ungewöhnliche Weise verbindet. Ursprünglich als touristische Attraktion konzipiert, vereint der Ort ein historisches Schiff mit einem markanten Leuchtturm – letzterer stammt dabei aus Rotterdam und verleiht dem Ensemble seinen besonderen Charakter. Die Stiftung, die den Betrieb und Unterhalt des Leuchtturms sichert, wurde mit dem Ziel gegründet, diesen außergewöhnlichen Ort als kulturellen Ankerpunkt zu etablieren.

Im Mittelpunkt steht die Arbeit der Künstlerin Ursula Stalder, die seit Jahrzehnten mit Fundobjekten arbeitet und regelmäßig an den Küsten Europas forscht. Ihre Ausstellungen, die sie in Europa, Afrika, Asien und Südamerika präsentierte, zeigen ihre faszinierende Auseinandersetzung mit vergessenen Gegenständen und ihrer symbolischen Bedeutung. Der Leuchtturm selbst wurde zu einem zentralen Element ihrer künstlerischen Vision – ein „verschworenes Team“, wie es in einer Medienmitteilung heißt, das Geschichten erzählt und den Betrachter zum Nachdenken anregt.

Ein besonderes Highlight ist die Verbindung von Natur und Kultur: Nach einer Phase in der afrikanischen Wüste führte Stalders Weg den Leuchtturm zunächst in die Bergwelt rund um den Oberalppass. Hier entstand nicht nur der Song „Odyssee“, sondern auch eine Ausstellung, die die Spannung zwischen menschlichem Schaffen und der unberührten Umgebung thematisiert. Die Umgebung von Via Gionda bietet dabei einen Kontrast zu den klassischen Leuchtturmstandorten – zwischen alpiner Landschaft und menschengemachten Strukturen entsteht so ein Ort, der Neugier weckt und zum Verweilen einlädt.

Für Besucher ist der Leuchtturm Rheinquelle barrierefrei zugänglich: Ein rollstuhlgerechter Parkplatz und ein rollstuhlgerechtes WC sorgen für eine ungehinderte Erkundung des Geländes. Die Ausstellungen, die Ursula Stalder hier präsentiert, laden zum Entdecken ein – sei es durch ihre Fundstücke, die künstlerischen Installationen oder die ungewöhnliche Symbiose aus Technik und Natur. Ein Ort, der nicht nur als Denkmal, sondern als lebendiges kulturelles Experiment überzeugt.

Wer sich für ungewöhnliche Kunst, maritime Traditionen oder die Verbindung von Mensch und Landschaft interessiert, findet hier eine inspirierende Begegnung. Der Leuchtturm Rheinquelle ist mehr als eine Sehenswürdigkeit – er ist ein Statement für die Macht von Fundstücken und die Kraft der Vorstellungskraft, verpackt in einem ikonischen Bauwerk aus Rotterdam.