Kirche/Kloster

Barockkirche Friedersdorf

Frankfurter Str. 23, 15306 Vierlinden-Friedersdorf, Deutschland

Highlights

  • Die Barockkirche Friedersdorf wurde 1702 umgebaut und erhielt ihre heutige Gestalt durch Hans Georg von der Marwitz.
  • Die Kirche beherbergt bedeutende barocke Holzschnitzarbeiten und ein Epitaphium für Johann Friedrich Adolf von der Marwitz.
  • Nach Kriegsschäden und jahrelangem Verfall wurde sie ab 1984 schrittweise restauriert und dient heute wieder als Gemeindezentrum.

Tipps

  • Die Barockkirche Friedersdorf ist ein historisches Bauwerk mit barocker Innenausstattung und lohnt auch außerhalb der Weihnachtszeit einen Besuch.
  • Interessierte sollten beachten, dass die Kirche nicht immer geöffnet ist; vor einem Besuch ist eine kurze Anfrage ratsam.
  • Die kunstvolle Holzschnitzarbeit und das restaurierte Altarbild im Chorraum sind sehenswerte Höhepunkte der Kirche.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Barockkirche Friedersdorf

Die Barockkirche Friedersdorf in Vierlinden-Friedersdorf im Bundesland Brandenburg ist ein geschichtsträchtiges Sakralgebäude mit einer Bauzeit, die ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Ursprünglich als mittelalterlicher Feldsteinbau errichtet, erlitt das Gotteshaus während des 30-jährigen Krieges erhebliche Zerstörungen. Im 17. Jahrhundert wurde es durch den damaligen Gutsbesitzer und dessen Familie von der Marwitz umfassend umgebaut und erhielt seine barocke Form. Die letzte große Umbauphase unter Einfluss von Hans Georg von der Marwitz und später seiner Gattin Sybille Elisabeth führte zur Schaffung der heute sichtbaren barocken Innenausstattung, darunter Holzschnitzarbeiten und eine Orgel.

Die Kirche beherbergt bedeutende Zeugnisse der Familiengeschichte der von der Marwitz, darunter Epitaphien und der Gedenkstein für Johann Friedrich Adolf von der Marwitz, der für seinen Ungehorsam gegenüber Friedrich dem Großen bekannt wurde. Literarisch verewigt wurde die Familie durch Theodor Fontane in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. Auch Friedrich August Ludwig von der Marwitz, ein einflussreicher Denker und Offizier des frühen 19. Jahrhunderts, hatte großen Anteil am kulturellen und wirtschaftlichen Leben des Ortes.

Nach weiteren Renovierungen im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. In den folgenden Jahrzehnten fiel es größtenteils in die Brache, bis in den 1980er Jahren mit umfangreichen Restaurierungsarbeiten begonnen wurde. Seitdem wurden Schritt für Schritt Dach, Turmhelm, Chorraum, Kanzel, Orgel und Altar wiederhergestellt. Heute dient die Kirche nicht nur als Gotteshaus, sondern auch als kultureller Veranstaltungsort für Konzerte, Lesungen und Gemeindeveranstaltungen. Die barocke Orgel genießt regionalen Ruf, und durch Spenden und ehrenamtliches Engagement wird der Erhalt des denkmalgeschützten Bauwerks fortgesetzt.

Die Kirche steht für die Verbindung von regionaler Geschichte, bäuerlicher Tradition und barocker Kunst. Ihre Ausstattung zeugt von handwerklichem Können vergangener Epochen und spiegelt den Wandel der ländlichen Gesellschaft in der Mark Brandenburg wider. Die restaurierten Räume und Objekte laden dazu ein, die Atmosphäre und den kulturellen Wert des Ortes wahrzunehmen. Besucher berichten von der besonderen Stimmung des Raumes und der beeindruckenden Handwerkskunst, auch wenn der Zugang nicht immer möglich ist.

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