Marienkirche
Highlights
- Die Marienkirche in Viernheim ist eine denkmalgeschützte römisch-katholische Kirche im Stil des Landbarock und gehört zum Bistum Mainz.
- Erste urkundliche Erwähnung der ursprünglich dem Hl. Bonifatius und Hl. Maria geweihten Kirche erfolgte 917.
- Der heutige Kirchenbau entstand ab 1651/52, wobei das Chorjahr 1804–1807 erweitert wurde und die Orgel stammt aus dem Jahr 1808.
Tipps
- Die Marienkirche in Viernheim ist eine spätbarocke Saalkirche mit geschichtsträchtigem Interieur, darunter ein Hochaltar aus der Werkstatt Paul Egells.
- Der Kirchturm wurde 1849 im neugotischen Stil erweitert und beherbergt fünf historische Glocken, darunter die 1899 gegossene Franziskusglocke.
- Die Kirche liegt zentral am Marktplatz und ist über die Mannheimer Straße gut zu Fuß erreichbar.
Eigenschaften
Über Marienkirche
Die Marienkirche in Viernheim ist eine römisch-katholische Kirche, die seit Jahrhunderten ein geistiges und kulturelles Zentrum der Gemeinde bildet. Sie steht unter dem Schutz des Bistums Mainz und zählt heute zu den sakralen Kulturdenkmälern Hessens. Bereits im frühen Mittelalter wurde an dieser Stelle eine Kirche errichtet, die zunächst dem Heiligen Bonifatius und der Heiligen Maria geweiht war. Die heutige Kirche geht in ihren Grundzügen auf den Wiederaufbau des 17. Jahrhunderts zurück, nachdem das Vorgängerbauwerk durch äußere Einflüsse stark beschädigt worden war. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach umgebaut und erweitert, wobei besonders der barocke Charakter des Innenraums geprägt wurde.
Das Kirchenschiff zeigt eine schlichte, ländliche Form des Spätbarock und wurde im Kern im 17. Jahrhundert erbaut. Im 18. Jahrhundert erhielt die Kirche einen neuen Chor mit einer eingezogenen Apsis, die später erneut umgestaltet wurde. Besonders erwähnenswert ist die kunstvolle Innenausstattung: Der Hochaltar stammt aus der Werkstatt von Paul Egell und zeigt eine geschweifte Form mit einer Statue der Maria als „Königin aller Heiligen“. Zwei Seitenaltäre sind den Heiligen Josef und Katharina gewidmet. Der Taufstein aus einem einzigen Marmorfelsblock sowie die Kanzel unterstreichen den handwerklichen Wert der Ausstattung. Auch die Orgel, die seit 1808 ihren Platz im Kirchenraum hat, wurde mehrfach restauriert und verfügt über 22 Register und mehr als 1600 Pfeifen.
Der Kirchturm im Westen der Kirche wurde im 19. Jahrhundert um ein Geschoss erhöht und im neugotischen Stil umgestaltet. Er beherbergt heute ein Glockengeläut aus fünf Glocken, die zwischen den 1940er und 1950er Jahren gegossen wurden. Die Glocken tragen die Namen von Heiligen wie Franziskus, Nikolaus, Johannes und Georg. Besonders auffällig ist der erneuerte, achtseitige Helm des Turms, der zwischen 1985 und 1988 aufwendig restauriert wurde. Die Marienkirche wird im Volksmund auch als „alte Kirch“ bezeichnet und hat ihren festlichen Kirchweihntag am Sonntag vor Martini, in Erinnerung an ihre erste Weihe im 17. Jahrhundert.
Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,5 von 5 Sternen bei Google wird die Kirche von Besuchern als schöne und einladende Sakralstätte wahrgenommen. Viele loben die engagierte Gemeinde, die vielfältigen Aktivitäten und den freundlichen Pfarrer. Auch wenn die katholische Kirche insgesamt nicht jedermanns Sache ist, wird das Gebäude dennoch als architektonisch und künstlerisch bemerkenswert beschrieben. Besucher berichten, in der Kirche Trost und Ruhe gefunden zu haben – ein Zeugnis ihrer besonderen Atmosphäre.