St. Peter
Highlights
- St. Peter ist Münchens älteste Pfarrei seit dem 13. Jahrhundert mit barockem Hochaltar (1730–1734) von Asam und Stuber.
- Barocke Kunstschätze wie der Hochaltar und Cranachs ‚Madonna mit Kind‘ (1537) prägen die gotisch-barocke Kirche.
- Rollstuhlgerechter Zugang, Parkplätze und induktive Höranlagen ermöglichen barrierefreien Kirchgang.
Tipps
- Der barocke Hochaltar von 1730 bis 1734 vereint Elemente des gotischen Erbes mit barocker Pracht und gilt als herausragendes Beispiel bayerischen Barockstils.
- Induktive Höranlagen ermöglichen Besuchern mit Hörbehinderung eine verbesserte Wahrnehmung der liturgischen und musikalischen Angebote während der Gottesdienste.
- Rollstuhlgerechte Sitzgelegenheiten und ein barrierefreier Zugang erleichtern den Besuch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen in allen Bereichen der Kirche.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales in St. Peter München
Die St. Peter in München zählt zu den ältesten und traditionsreichsten Pfarreien der Stadt und vereint eine faszinierende Mischung aus gotischer und barocker Kunst. Als eine der bedeutendsten Sakralbauten Münchens zieht sie seit Jahrhunderten Gläubige und Kunstliebhaber in ihren Bann. Besonders beeindruckend ist der prächtige barocke Hochaltar, geschaffen zwischen den 1730er Jahren durch die Künstler Nikolaus Gottfried Stuber, Johann Georg Greiff und Egid Quirin Asam. Im Zentrum thront die spätgotische Sitzfigur des heiligen Petrus – ein einzigartiges Relikt aus dem 15. Jahrhundert, das als einziges Element aus dem früheren gotischen Altar übernommen wurde. Die umgebenden Figuren der vier Kirchenväter, ebenfalls von Asam, sind in abendländischer Tracht dargestellt und bilden eine theatralische Komposition, die an den Petersdom in Rom erinnert.
Ein weiteres Highlight ist das „Schrenk-Altärchen“ aus dem 15. Jahrhundert, dessen Entstehungsjahr umstritten ist, das aber mit spätgotischen Schnitzereien und einem Triptychon der Patrizierfamilie Pötschner besticht. Neben dem Altarbild des Lukas Cranach – möglicherweise geschaffen in Wittenberg um 1537 – beherbergt die Kirche auch das „Pestvotivbild“ von Jan Polak aus dem Jahr 1517, das die Dankbarkeit der Münchner für die Überwindung der Pest dokumentiert. Die Marienverehrung hat hier eine jahrhundertealte Tradition: Schon 1683 wurde eine Bruderschaft zur Ehre der Muttergottes gegründet, nachdem ein Kurfürst nach seiner glücklichen Rückkehr aus dem Türkenkrieg zwei Silberampeln und erbeutete Fahnen stiftete.
Die St. Peter ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein lebendiges Stück Münchner Geschichte. So wird hier seit dem 17. Jahrhundert eine alte Tradition gepflegt: Bei der Amtseinführung eines neuen Papstes wird in der Peterskirche symbolisch die Tiara abgenommen und neu gekrönt – eine Geste, die bis heute die Verbindung Münchens zur katholischen Weltkirche unterstreicht. Die Kirche bietet zudem barocke Kapellen wie die Katharina-Kapelle oder die Ignaz-Günther-Kapelle mit dem Eligiusaltar, der auf eine Stiftung aus dem Jahr 1284 zurückgeht. Auch die Beichtkapelle mit dem Altarbild von Franz Xaver Glink (1841) thematisiert die Erlösung der Armen Seelen und zeigt die tiefe Frömmigkeit vergangener Zeiten.
Für Besucher ist die St. Peter nicht nur ein Ort der Spiritualität, sondern auch ein kulturelles Erlebnis. Dank moderner Ausstattung wie einer induktiven Höranlage und rollstuhlgerechten Zugängen ist sie für alle zugänglich. Die Kirche liegt zentral im Herzen Münchens und lädt ein zu einer Zeitreise durch die Kunstgeschichte – von der Gotik über den Barock bis hin zu den barocken Statuen und Schnitzereien, die bis heute ihre mystische Ausstrahlung bewahren. Ob als Pilgerstätte, Kunstwerk oder historischer Ort: Die St. Peter bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil des Münchner Kulturlebens.